Portrait
Warum einem Kaufbeurer die transatlantischen Beziehungen ebenso am Herzen liegen wie Flüchtlingsschicksale

Pakistani, Afghane, US-Amerikaner, Deutscher – die Nationalität ist Jürgen Konrad egal. Der Kaufbeurer ist ein Menschen-Freund.
  • Pakistani, Afghane, US-Amerikaner, Deutscher – die Nationalität ist Jürgen Konrad egal. Der Kaufbeurer ist ein Menschen-Freund.
  • Foto: Thorsten Jordan
  • hochgeladen von Camilla Schulz

Jürgen Konrads Augen leuchten. Seine Hände fliegen umher. Er kramt Unterlagen aus der Tasche, stapelt die Papierberge vor sich auf dem Tisch. Derzeit hält ihn ein junger Mann aus Pakistan auf Trab. Asylbewerber. Nicht anerkannt. Er möchte eine Ausbildung in einem Hotel in Bad Wörishofen absolvieren. „Die würden ihn sofort nehmen, nach einem Tag Probearbeiten“, erzählt Konrad (62). Doch einfach anfangen dürfe der Flüchtling dort nicht. Das heißt, der Pakistani muss freiwillig ausreisen und in seiner Heimat ein Arbeitsvisum für Deutschland beantragen, um danach wieder einzureisen. Konrad lacht. „Einfach absurd“, sagt er mit Blick auf viele andere Schicksale dieser Art. „Da wartet noch viel Arbeit auf uns.“

Pakistani, Afghane, US-Amerikaner, Deutscher – die Nationalität ist Konrad egal. Der Kaufbeurer ist ein Menschen-Freund. Daheim in Neugablonz gehen Bekannte aus der ganzen Welt aus und ein. Seinen 60. Geburtstag – eigentlich will er das heute nicht mehr an die große Glocke hängen – feierte er im Gasthaus Zitt in Blonhofen mit 300 Gästen aus 30 Nationen, darunter Flüchtlinge und Diplomaten. Regelmäßig kommen Lehrer aus den USA im Zuge des sogenannten Transatlantic Outreach Programs am Goethe-Institut in Washington nach Deutschland und machen auch in Kaufbeuren Station, um mehr über den Schulunterricht, das duale Ausbildungssystem und die Integration von Flüchtlingen zu erfahren. Konrad ist es zu verdanken, dass die Allgäuer Stadt in der US-amerikanischen Bildungslandschaft bis in die Klassenzimmer hinein durchaus bekannt ist. Auch mit seiner Hilfe wird die deutsch-amerikanische Freundschaft unter dem Motto: „Wunderbar Together“ hochgehalten.

Warum sich Jürgen Konrad im Dienst der Menschen engagiert, erfahren Sie in der Mittwochsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kaufbeuren, vom 11.09.2019.

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Autor:

Alexander Vucko aus Kempten

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