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Vorlesewettbewerb - Erwachsene verschwinden auf Knopfdruck

Ein «Pizza-Groove» zur Begrüßung und das als Rap vorgetragene Fontanegedicht «Die Brücke am Tay»: Damit lockerten die Kinder der Klassen 6a und 6b der Mittelschule Biessenhofen die etwas angespannte Atmosphäre auf.

Denn etwas nervös waren sie schon, die 17 besten Leserinnen und Leser der sechsten Klassen aller Schularten, die die Landkreissieger im Bereich der Gymnasien/Realschulen und der Mittelschulen ermittelten.

Neben Klassikern wie Michael Endes «Momo» oder Erich Kästners «Emil und die Detektive» waren Abenteuerbücher, Krimis und Geschichten mit geheimnisvollen Gestalten im Programm der Buben und Mädchen. Auch futuristische Themen, in denen Computer die Welt steuern, die Erwachsenen auf Knopfdruck verschwinden und nur die Kinder übrig bleiben, fehlten nicht. Der Lesestoff für den Wettbewerb war also breit gefächert.

Zunächst stellte jedes Kind ein Buch seiner Wahl vor, erläuterte kurz den Inhalt und las eine ausgewählte Stelle vor, die nicht länger als drei Minuten dauern sollte. Die sechs Juroren hatten dabei die Aufgabe, die Lesetechnik, das Textverständnis und die Textgestaltung zu bewerten. Im Anschluss daran mussten die Schüler dann einen unbekannten Text vortragen.

An die Spitze gelesen haben sich in ihren Gruppen Marion Engstler von der Mittelschule Friesenried und Miriam Glatz von der Realschule Buchloe. Die beiden werden im Frühjahr das Ostallgäu beim Bezirksentscheid vertreten. Gewonnen haben jedoch im Grunde alle: Jeder Teilnehmer durfte ein Buch als Geschenk mit nach Hause nehmen. Da schmeckte dann auch die gute Verpflegung, die von der Schulküche vorbereitet worden war.

Zum Vorlesewettbewerb hatte zum 52. Mal der Börsenverein des Deutschen Buchhandels aufgerufen. Jährlich beteiligen sich daran mehr als 600000 Kinder.

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