Versammlung
Viel Arbeit für die Sozialstation Buchloe-Germaringen-Pforzen

Die Bürgermeister der 17 Mitgliedskommunen und Kirchenpfleger der betroffenen 44 Kirchengemeinden begrüßte der Vorsitzende der Sozialstation Buchloe-Germaringen-Pforzen, Pfarrer Josef Lutz, zur Mitgliederversammlung in Pforzen. Große Probleme mussten diesmal nicht gelöst werden. Die Jahresbilanz weist sogar wieder ein Plus aus, die Kassenprüfer bescheinigten der Sozialstation eine ordentliche Kassenführung.

Dekan Reinhold Lappat (Buchloe) ging in seinem Grußwort auf Pfarrer Lutz’ Aussage ein, die Arbeit der Station vollziehe sich im Stillen. Die Sozialstation, so Lappat, brauche keine Schlagzeilen, um etwas zu gelten. Und doch mache sie Schlagzeilen, weil sie immer da sei, rund um die Uhr, immer auf dem Weg zu den Menschen, die Unterstützung bräuchten.

Zuvor hatte Sozialstations-Geschäftsführer Reinhard Schlotterbeck den Jahresbericht 2011 vorgetragen. Die Gebühren für Pflegeversicherung seien in den vergangenen beiden Jahren um insgesamt elf Prozent erhöht worden. Er gehe davon aus, dass die Gebühren in der Krankenpflege in diesem Jahr um maximal 6,5 Prozent angehoben werden müssten. Die Lohnkosten würden wahrscheinlich um 42 000 auf fast zwei Millionen Euro steigen.

Alle Mitarbeiter seien erleichtert, so Schlotterbeck, dass ihre Arbeitsplätze und die Patientenversorgung gesichert sind. Er müsse nicht – wie in den vergangenen Jahren – um den Fortbestand der Station bangen. Schlotterbeck dankte den Kirchenstiftungen, Gemeinden und privaten Spendern für die finanzielle Unterstützung, die zur Entspannung der finanziellen Situation beigetragen habe. Insgesamt 32 000 Euro Spendengelder kamen 2011 zusammen, wozu Pfarrer Lutz und Germaringens Bürgermeister Kaspar Rager maßgeblich beigetragen hätten.

Die 63 Mitarbeiter der Sozialstation versorgten 537 Patienten (2010: 505) in 49 Orten im Jahr 2011. Durchschnittlich wurden 312 Hausbesuche täglich gemacht. Insgesamt leistete das Personal knapp 66 000 Arbeitsstunden und damit mehr als im Vorjahr.

Mitte des vergangenen Jahres habe man sogar darüber nachdenken müssen, einen Aufnahmestopp für Patienten zu verfügen. Deren steigende Zahl konnte nicht mehr mit dem verfügbaren Personal versorgt werden. Erstmals seit Bestehen der Station wuchs die Zahl der monatlichen Hausbesuche kurzzeitig auf über 10 000.

Da die 63 Mitarbeiter teilweise auf geplanten Urlaub verzichteten, konnte aber auf diesen Einschnitt verzichtet werden. Von einer Unterstützung durch Pflegehelferinnen sei man abgekommen.

Schlotterbeck beklagte schließlich die ausufernde Abrechnungsbürokratie mit den Kassen, die mitunter zu erheblichen finanziellen Vorleistungen der Sozialstation führe. Ohne zeitgemäße EDV-Abstützung sei die Pflegeplanung nicht mehr möglich, weshalb in diesem Bereich unbedingt investiert werden müsse.

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