Bürgerversammlung
Verkehr bringt Anwohner in Rage

Die fehlende Umgehungsstraße und die Wasserversorgung waren zwei der Themen, die die Besucher bei der jüngsten Bürgerversammlung in Pforzen besonders beschäftigten. Rund 100 Bürger waren der Einladung dazu ins Vereinshaus gefolgt. Trotz dieser Aussprache wies Bürgermeister Hermann Heiß ausdrücklich darauf hin, dass sowohl er selbst als auch der gesamte Gemeinderat für die Bürger ganzjährig ansprechbar seien.

Zum Thema Verkehr erhob Helmut Leonhard, der akribisch Zahlen, Daten und Fakten zusammen getragen hatte, schwere Vorwürfe gegen den früheren Bürgermeister mit seinem Gemeinderat. Man habe jahrelang versäumt, tätig zu werden. Er forderte den Bau der Umgehungsstraße und übergangsweise die Sanierung der Straße durch Pforzen, indem die Schlaglöcher verfüllt und der komplette Fahrbelag erneuert werde - seiner Meinung nach am besten mit Flüsterasphalt. Darüber hinaus solle die Geschwindigkeit für Lastwagen auf höchstens 30 Stundenkilometer begrenzt werden. Leonhard forderte, das Thema offensiv an den richtigen Stellen anzusprechen und regte an, Vertreter der Straßenverkehrsbehörde und den Ostallgäuer Landrat Johann Fleschhut in Stoßzeiten zum Ortstermin einzuladen.

Er war sich mit Bürgermeister Hermann Heiß einig, dass man sich wohl als Bürgerinitiative formieren müsse, um seinen Forderungen den nötigen Nachdruck zu verleihen.

Auch das Thema Wasser bewegt die Menschen in Pforzen und ihren Bürgermeister offensichtlich. So sickere, so Heiß, zu viel Grundwasser in die Abwasserkanäle ein, was zusätzliche Kosten verursache. Die Trinkwasserleitungen seien teilweise schon rund hundert Jahre alt. Die Gemeinde hat ein Gutachten in Auftrag gegeben, um ein klares Bild über die Wasser-Situation zu bekommen.

Für erheblichen Unmut bei vielen Bürgern sorgt die neu errichtete Wasserkraftanlage an der unteren Wehranlage. Klaus Auger sprach vielen aus der Seele, als er heftig kritisierte, was da so einfach in das Naherholungsgebiet der Gemeinde hineingebaut werde. Zwar seien, antwortete der Bürgermeister, wohl auch die zuständigen Behörden erschrocken, was sie da genehmigt hätten. Machen könne man aber nun nichts mehr. Derzeit böte die Anlage ein Bild, «als ob dort ein Krieg ausgebrochen wäre». Auch die Gemeinde hoffe, dass sich am derzeitigen Anblick noch etwas ändern werde.

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