Jubiläum
VdK-Ortsverband Neugablonz feiert sein 60-jähriges Bestehen

Gemeinsame Unternehmungen und Unterstützung bei rechtlichen Fragestellungen sind die grundlegenden Säulen des Verbandslebens beim Verein der Kriegsversehrten (VdK). Auch die über 600 Mitglieder des Ortsverbands Neugablonz können sich bereits seit 60 Jahren aufeinander verlassen. Im Gablonzer Haus wurde der Geburtstag mit einem Festakt gefeiert, der von der Musikvereinigung Neugablonz klangvoll untermalt wurde.

'Ihre Treffen sind immer mit viel Liebe vorbereitet', sagte Pfarrer Franz Römer über das Engagement der Ehrenamtlichen des VdK. Er berichtete von der engen Verbindung zur Pfarrgemeinde Herz Jesu. Der Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner zeige in seiner Arbeit gerade den älteren Menschen, dass sie nicht vergessen werden, würdigte Römer. Weiter sprach er von 'Licht und Freude, das in Menschenleben gebracht wird'.

Von den Anfängen des Sozialverbandes am Standort Kaufbeuren ab Mitte der 1940er Jahre erzählte Kreisverbandsvorsitzender Fridolin Eder den Gästen der Jubiläumsfeier. Zunächst traten viele Vertriebene dem VdK Kaufbeuren bei, bevor sie dann 1952 offiziell ihren eigenen Ortsverband gründeten. Anfangs gehörten dem Verband 117 Personen an.

Kassiererin Renate Domin erinnerte daran, welche Unterstützung der VdK den Mitgliedern damals bot. Auf Initiative des Verbandes wurden 113 Wohnungen für die Vertriebenen gebaut. Später halfen die Mitarbeiter den Mitgliedern, die Anerkennung ihrer Kriegsleiden durchzusetzen und ihre berechtigten Ansprüche auf Entschädigungen und dergleichen zu formulieren. 1955 waren es schon 480 Mitglieder. Inzwischen ist der Ortsverband auf über 600 Mitglieder angewachsen.

Bei den monatlichen Treffen stehen Film- und Fachbeiträge im Mittelpunkt. Mehrmals jährlich werden gemeinsame Unternehmungen organisiert, die meist mit dem Bus zu Ausflugszielen in der näheren Umgebung führen. 'Sie leben Menschlichkeit tagtäglich', sagte Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke.

Der VdK nehme die 'Menschen so an, wie sie sind', und sei eine bedeutende Anlaufstelle für Rat- und Hilfesuchende, meinte Stracke. 'Gerade wenn man älter ist, ist es wichtig zu wissen, wohin man gehen kann', unterstrich Kaufbeurens Bürgermeister Gerhard Bucher.

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