Feuerwehr
Unfallopfer bedankt sich persönlich bei der Feuerwehr Obergermaringen

Als die Feuerwehr Obergermaringen am 6. Juni des vergangenen Jahres nach sieben Stunden ihren Einsatz aufgrund eines schweren Verkehrsunfalls auf der Bundesstraße 12 beendete, war allen klar, dass bei einem der Unfallopfer mit dem Schlimmsten gerechnet werden musste.

Doch wider Erwarten meldete sich Mitte Januar der damals schwerst verletze junge Mann per Telefon im Feuerwehrgerätehaus Obergermaringen und kündigte seinen Besuch bei der nächsten Übung der Floriansjünger an.

Wie nach einem kleinen Wunder stand der Mann in bester Verfassung vor versammelter Mannschaft und dankte jedem Einzelnen für seine Leistung. Er berichtete von seinen schweren Verletzungen. Erst vor einem Monat hatte er den Rollstuhl verlassen können. Besonders bemerkenswert war für den gebürtigen Berliner, dass die meisten der Einsatzkräfte nach einer gesamten Nacht auf der Straße wieder pünktlich zur Arbeit erscheinen mussten.

Nach seiner Dankesansprache konnte er sich ein Bild der Feuerwehr Obergermaringen machen und beobachtete die gesamte Übung interessiert. Anschließend wurden Erfahrungen und Eindrücke über den Einsatz ausgetauscht.

Auch für die Einsatzkräfte war es ein besonderes Erlebnis, von einem Unfallopfer zu erfahren, wie dieser die gesamte Situation empfunden hat. Die Feuerwehr Obergermaringen leistet seit über zwölf Jahren technische Hilfe bei Verkehrsunfällen. Nach einigen Dankschreiben war der in Kaufbeuren stationierte Soldat der erste persönliche Kontakt zwischen einem Unfallopfer und den Einsatzkräften.

Kommandant Benjamin Biechele betonte, dass die freiwillige Feuerwehr nur mit einem Dankeschön bezahlt werden kann und der Dienst am Nächsten heutzutage leider von vielen als selbstverständlich angesehen werde.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ