Gemeinderat
Turnhalle soll neu gebaut werden - Sanierung des Biessenhofener Gebäudes zu teuer

Die Straße vom Holdersberg in Ebenhofen nach Apfeltrang soll in einem Teilstück saniert werden. Art und Umfang der Sanierung sowie die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für die Feuerwehr Ebenhofen waren Thema im Gemeinderat in Biessenhofen.

Außerdem berichtete Bürgermeister Wolfgang Eurisch Positives zum Thema Turnhallenbau in Biessenhofen.

Von der Regierung von Schwaben sei schriftlich mitgeteilt worden, so Eurisch, dass ein Hallen-Neubau bezuschusst werde, da die Sanierungskosten der jetzigen Turnhalle (rund 2,4 Millionen Euro) 80 Prozent der Kosten für einen Neubau (3 Millionen Euro) überschreiten.

Wie bereits mehrfach diskutiert, mache folglich eine Sanierung der Anlage keinen Sinn, so Eurisch. Über das weitere Vorgehen werde nun mit dem Architekten beraten.

Vier Varianten für die Sanierung des Feld- und Waldweges vom Holdersberg in Richtung Apfeltrang auf einer Länge von 650 Metern bis zur Abzweigung Anwesen Fichtl stellte Eurisch dem Gemeinderat vor.

Durch den Ausweichverkehr seien die Bankette sehr abgefahren und auch der Straßenbelag bedürfe einer Erneuerung. Die in der Baulast der Gemeinde Biessenhofen verbleibenden rund 650 Meter der Straße sind von der Sanierung nicht betroffen.

Auch signalisierte die Gemeinde Ruderatshofen kein Interesse an einem Ausbau des in ihrer Baulast befindlichen weiteren Teils der Straße.

Umlage auf Eigentümer möglich

Im Haushalt der Gemeinde Biessenhofen sind für die Baumaßnahme 50 000 Euro veranschlagt. Eine Umlage der Kosten bis zu 75 Prozent auf die Grundstückseigentümer, die über diese Straße ihr Grundstück erreichen, ist möglich, aber sehr aufwendig und erfahrungsgemäß schwer umzusetzen, so Eurisch.

In der Diskussion im Gemeinderat wurde die Befestigung der jeweils 50 Zentimeter breiten Bankette mit Rasengittersteinen (geschätzte Kosten 45 000 Euro) sowie die zusätzliche Verstärkung der Fahrbahn durch eine Tragdeckschicht (insgesamt geschätzte Kosten 82 600 Euro) nicht befürwortet.

Vielmehr wurde eine neue Tragdeckschicht mit Wiederherstellung der Bankette durch Asphaltgranulat (Variante 3, Kosten zirka 40 000 Euro) oder mit zusätzlicher Fahrbahnverbreiterung um einen Meter (Variante 4, Kosten 82 000 Euro) in Erwägung gezogen.

Per Beschluss wurde vom Gremium die Variante 3 mit zehn zu sieben Stimmen abgelehnt. Der Vorschlag für die Variante 4 ohne Umlage an die Grundstückseigentümer wurde mit acht zu neun Stimmen abgelehnt. Das Ergebnis eröffnete eine kontroverse Diskussion, die sich weitestgehend um das Umlegen der Kosten drehte.

Eine Einigung oder Lösung konnte nicht erzielt werden, so dass das Thema auf die nächste Sitzung vertagt wurde.

Gemeinderat und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ebenhofen, Werner Scheifele, erläuterte die Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrfahrzeuges.

Unter anderem sind beim derzeit bestehenden Fahrzeug Reparaturkosten in Höhe von rund 5000 Euro zu erwarten. Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Kauf eines Mehrzweckfahrzeugs.

Die Kosten belaufen sich auf 37 000 Euro, wobei mit Zuschüssen vom Landkreis in Höhe von 3500 Euro und von der Regierung von Schwaben in Höhe von 10 000 Euro zu rechnen ist.

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