Jagd
Tiere in Stöttwang sind nun zum Abschuss freigegeben

Seit dem Frühsommer tummelt sich in den Wäldern bei Stöttwang gebietsfremdes Rotwild. Die Tiere waren damals aus einem Gehege ausgebrochen. Nun hat das Landratsamt Ostallgäu das Rotwild zum Abschuss freigegeben.

Der Besitzer habe zuvor einige Monate Zeit gehabt, seine Tiere wieder einzufangen. Doch das sei nicht gelungen. Deshalb monieren inzwischen Jäger, Landwirte und Grundstücksbesitzer, dass die noch rund 50 Tiere Flurschäden anrichten. Zudem ging das Gerücht um, dass das Rotwild krank sei.

Das Landratsamt ließ die Tiere untersuchen und kam zu dem Ergebnis, dass nur eine Mangelerscheinung (Kupfermangel) vorliege. Auf die Beschwerden reagierte die Behörde nun mit der Freigabe zur Jagd: 'Die Tiere halten sich außerhalb des Rotwildgeheges auf und können von den Inhabern der umliegenden Reviere als jagdbares Wild erlegt werden', erklärt Stefan Mohr, Abteilungsleiter Soziales und Gesundheit.

Dies wiederum kommt den Jägern entgegen, die angeblich eine Treibjagd organisieren wollen, berichtet ein AZ-Leser. Das sei möglich, meint Mohr: 'Eine gemeinsame Drückjagd der Jäger der anliegenden Reviere ist – auch über Jagdgrenzen hinweg – möglich, wenn alle Jäger damit einverstanden sind.' Bis dahin hafte der Eigentümer für die von dem Rotwild angerichteten Schäden.

Obendrein wurde dem Stöttwanger auch noch die Erlaubnis zu der Tierhaltung entzogen: 'Die Genehmigung, ein Rotwildgehege zu errichten und zu betreiben, wurde zwischenzeitlich widerrufen', so Mohr.

Auch von dem erlegten Wild hat der Besitzer nichts mehr, denn die Jäger dürfen die erlegten Tiere behalten: 'Die Revierinhaber haben das Recht, sich die Tiere nach dem Erlegen anzueignen', erläutert Mohr. Und er fügt an: 'Nach aktuellem Stand liegen keine Erkenntnisse vor, die gegen eine Verwendung des erlegten Wildes als Lebensmittel sprechen.'

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