Nach Einsatz in Rheinland-Pfalz
Sven Slovacek von der DLRG Kaufbeuren hat Lage in zerstörten Gebieten erkundet

Am vergangenen Dienstag (20.7.) war ein bundesweit zusammengestelltes Team der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in die von der Flutkatastrophe betroffenen Gebiete in Rheinland-Pfalz aufgebrochen.
  • Am vergangenen Dienstag (20.7.) war ein bundesweit zusammengestelltes Team der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in die von der Flutkatastrophe betroffenen Gebiete in Rheinland-Pfalz aufgebrochen.
  • Foto: Stefan Bahner
  • hochgeladen von Fabian Mayr

Am vergangenen Dienstag (20.7.) war ein bundesweit zusammengestelltes Team der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in die von der Flutkatastrophe betroffenen Gebiete in Rheinland-Pfalz aufgebrochen. Ihr Auftrag: Die Erkundung der Lage in schwer zugänglichen Bereichen. Am Sonntag (25.7.) kehrten die Einsatzkräfte ins Bundeszentrum der DLRG in Bad Nenndorf zurück. Unter ihnen war auch Sven Slovacek vom DLRG Kreisverband Kaufbeuren/Ostallgäu. "Wir sind glücklich, dass Sven gesund zurückgekehrt ist und stolz darauf, dass er einen wertvollen Beitrag zur Bewältigung der katastrophalen Lage geleistet hat", sagte der Stefan Bahner, der Vorsitzende des DLRG Kreisverbands Kaufbeuren/Ostallgäu e.V..

"Schäden und Infrastruktur erkunden" 

Die DLRG Einheit war auf ein Hilfeersuchen des Landes Rheinland-Pfalz hin entsendet worden. Aus dem EU Modul Flood Rescue Using Boats, das durch das Bundesinnenministerium gefördert wird und in Katastrophenfällen europaweit Unterstützung bietet, schickten die Lebensretter zunächst fünf geländefähige Sprinter mit Ausstattung und Personal zum Bereitstellungsraum am Nürburgring. Von dort aus ging es dann weiter in die betroffenen Gebiete, wo die Einsatzkräfte in vierköpfigen Teams operierten. "Vorrangig ging es darum, Schäden an der Infrastruktur zu erkunden, zu dokumentieren und an die lokalen und überregionalen Einsatzleitungen zu melden, die dann wiederum anhand der Lagebilder gezielt weitere Einsatzkräfte einsetzen können", erläutert der Leiter Einsatz im DLRG Bundesverband, Alexander Paffrath die Aufgabe.

Drohnen im Einsatz 

Die DLRG Teams setzten bei der Erkundung spendenfinanzierte Drohnen ein, mittels derer sich auch in größeren Arealen schnell ein Überblick verschaffen lässt. Zudem lassen sich dank der Fluggeräte schwer zugängliche und für Helfer gefährliche Bereiche erschließen. "Darüber hinaus lieferten die Drohnen wichtige Erkenntnisse über Ansammlungen von Treibgut an den teils völlig zerstörten Brücken, die den Abfluss des Wassers massiv beeinträchtigen", so Michael Hohmann, der als Zugführer die Einheit leitete. Auf diese Weise habe die Erkundung wertvolle Ergebnisse geliefert, um die Arbeitsschwerpunkte an den Gewässern festzulegen. Diesen konnten dann im Nachgang von Bundeswehr und Technischem Hilfswerk abgearbeitet werden.

Unzählige Einsatzkräfte 

Nach Eintreten der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz waren allein 27 Wasserrettungszüge mit weit über 1.000 Helfern im Einsatz. Die Züge aus den betroffenen Bundesländern wurden zeitweise durch zusätzliche aus dem Saarland, Hessen und Niedersachsen verstärkt. Auch aus weiteren Bundesländern rückten kleinere Einheiten, etwa im Verband mit den Feuerwehren, zur Hilfeleistung aus. Hinzu kommen zahlreiche lokale Einsatzkräfte der DLRG Gliederungen in den betroffenen Regionen, die seit der ersten Stunde der Katastrophe im Einsatz sind.

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