Baugebiet
Straßennamen für Dorfanger in Mauerstetten gesucht

Eine recht trockene Materie brachte der Gemeinderat Mauerstetten bei seiner jüngsten Sitzung hinter sich: Er behandelte die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange aus der frühzeitigen Beteiligung zum neuen Baugebiet 'Dorfanger'. Grundlegende Änderungen an dem Bebauungsplan ergaben sich dadurch jedoch nicht. Jetzt ist die Gemeinde auf der Suche nach fünf Namen für die neuen Straßen.

Städteplaner Stefan Hofer ging die 19 eingegangenen Stellungnahmen mit den Räten zusammen durch. Wo die Einwände sich thematisch ähnelten, fasste er zusammen, sodass nicht über jeden Punkt einzeln abgestimmt werden musste.

So hatten zum Beispiel sowohl die Regierung von Schwaben als auch der Regionale Planungsverband den hohen Flächenverbrauch für das Baugebiet moniert und einen Hinweis auf die Ortskernförderung gebracht. Doch könne der vorhandene Bedarf nur dadurch bedient werden, dass auf verfügbare Flächen zurück gegriffen wird, argumentierte Hofer mit dem Segen der Räte.

Der vom Immissionsschutz im Landratsamt angeregten Schallschutzmaßnahme, etwa über eine Schallschutzwand, erteilten die Räte eine Absage. Zwar werden die Richtwerte an ein paar Gebäuden im Südosten des Baugebiets überschritten.

Doch wolle man darauf lieber in der Satzung hinweisen und die Bauherren zu passiven Lärmschutzmaßnahmen anregen. Auf Anregung vom Naturschutz werden noch einige Gehölze mit in die Pflanzempfehlung aufgenommen. Die Höhe von Hecken, Sträuchern und Zäunen zum öffentlichen Raum hin reduzierten die Räte von bislang 1,20 Meter auf 90 Zentimeter.

Mit einer Verkehrsschau soll geklärt werden, ob und wie das Ortsschild versetzt werden kann, um auf allen Straßen nach dem Kreisverkehr Tempo 50 zu erreichen. Dies sei auch wichtig für den Schallschutz, so Hofer.

Viele eingegangene Anregungen nahmen die Räte lediglich zur Kenntnis oder leiteten sie an die Fachplaner weiter, so etwa die der Abfallwirtschaft. Außerdem wurden einige Baufenster leicht versetzt oder die erlaubten Dachneigungen etwas verändert.

Wenn die Änderungen eingearbeitet sind, geht die Planung in die zweite Runde der Beteiligung öffentlicher Belange, erklärte Bürgermeister Armin Holderried. Aus dieser ergäben sich aber erfahrungsgemäß nicht mehr viele Änderungen.

Dann könnte der Billigungsbeschluss für das Projekt fallen und damit 'eine gewisse Planungsreife' entstehen. Bis dahin hofft der Bürgermeister auch auf Vorschläge aus der Bevölkerung dazu, wie die fünf neuen Straßen in Mauerstetten heißen sollen.

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