Gemeinderat
Sportplatzbau, Baumallee sowie ein Gentechnikverbot werden im Gemeinderat Baisweil diskutiert

In Baisweil soll es grüner werden. Die Gemeinde stimmte für den Bau eines Alleeweges am Bürgergarten sowie für die Sanierung eines Jugendspielfeldes an der Mehrzweckhalle. Die Projekte sollen vom Sportverein und vom Gartenbauverein übernommen werden, die Gemeinde steuert 4500 Euro bei.

Der Bürgergarten zwischen Wertstoffhof, Mehrzweckhalle und Erlenweg ist seit 2008 auf der ehemaligen Bauschuttdeponie geplant. Der Gartenbauverein pflegte auch schon einen Teil der Renaturierung. Nun will der Verein einen bisherigen Trampelpfad vom Neubaugebiet zur Halle und zum Sportplatz als Fußweg mit Alleecharakter ausbauen.

An den Rand eines Kiesweges sollen Säulenbuchen pflanzt werden, erklärte die Vorsitzende, Martina Radusch. Der Vorschlag fand im Gemeinderat einhellige Zustimmung. Daneben will die SVG Baisweil-Lauchdorf den bestehenden Trainingsplatz an der Halle ausbauen, erklärte Vorsitzender Franz Daufratshofer.

Die genutzte Fläche werde nicht erweitert, nur ein Kleinspielfeld für D-, E- und F-Jugendliche soll angelegt werden. Damit komme die SVG den Statuten des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) nach, zudem sorge man sich um die Gesundheit der Schützlinge.

Denn das bisherige Feld sei sehr uneben. 'Der Platz muss aufgefüllt, eingeebnet und dann neu eingesät werden', so Daufratshofer. Dafür will der Verein viel ehrenamtliche Arbeit leisten. Die Gemeinde will aber zunächst mit den Bürgern im Neubaugebiet sprechen. Eventuell werde noch ein begrünter Lärmschutzwall gebaut, meinte Bürgermeister Thomas Steinhauser.

Für die Gemeindeflächen hat der Gemeinderat auf Antrag von Steinhauser neue Verpachtungsmodalitäten beschlossen. Demnach soll wie bisher nur an Einheimische verpachtet werden. Neu ist aber, dass Gentechnik, landwirtschaftlicher Umbruch, die Nutzung von Klärschlamm und chemische Flächenbehandlung verboten sind. Damit solle ein ideelles Zeichen gesetzt werden. Zudem wurde die Pachtdauer auf zehn Jahre erhöht, ansonsten entscheide das höchste Gebot.

Das Gremium bestätigte auch den Feuerwehrkommandanten von Lauchdorf, Harald Leuterer, und dessen neuen Stellvertreter Thomas Lederle. Zudem stellte der Baisweiler Kommandant, Markus Schlachter, den Bedarf der Feuerwehr vor. Für Ersatz- und Neuanschaffungen – darunter ein Auslösegerät für SMS-Alarmierung – genehmigte der Gemeinderat rund 1900 Euro.

Ein neues Löschsystem wurde hingegen zurückgestellt. Unangenehm für die Gemeinde fiel ein Gerichtsurteil aus: Demnach muss die Kommune eine Wasserleitung, die vor mindestens 25 Jahren in einem Engpass am Oberen Mühlbach innerhalb eines Privatgrundstückes verlegt wurde, entfernen lassen, berichtete Steinhauser. Allerdings seien die alten Pläne wohl ungenau. Deshalb müsse man zunächst feststellen, wo Schieber und Leitung liegen.

Derzeit stagniere die Angelegenheit, da die Grundstückseignerin der Gemeinde nicht erlaube, ihren Boden zu betreten. Sie wolle vielmehr eine vom Gericht erlaubte 80 Zentimeter hohe Betonmauer als Randbebauung aufstellen. Deshalb will die Gemeinde die Straße und deren Zustand dokumentieren lassen, um mögliche Folgeschäden zu beweisen.

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