Bürgerversammlung
Sporthalle soll saniert werden

Bei der Bürgerversammlung in Baisweil stand erwartungsgemäß die Mehrzweckhalle im Mittelpunkt des Interesses. Das Gebäude sei mittlerweile zu klein, teilweise nicht mehr zeitgemäß und in den Duschen sei Schimmel, erklärten einige Sportler. «Die sanitären Anlagen sind eine Zumutung. Doch die Halle ist wichtig für unsere Infrastruktur und ihre Sanierung daher fällig», räumte Bürgermeister Thomas Steinhauser ein.

Der Gemeinderat beschäftigt sich seit längerer Zeit mit dem Thema: Ein Neu- oder Umbau und gar eine Verlegung waren im Gespräch. Inzwischen werde ein Umbau favorisiert - die Kosten könnten bei rund einer Million Euro liegen. «Doch alles auf einmal haben wir nicht im Kreuz», so Steinhauser. Denn zunächst habe man die Wasserversorgung sicherstellen müssen, auch der Kindergartenausbau und der Rathausneubau hätten Priorität. Da zudem bald mit dem Hochwasserschutz begonnen werden müsse, könne der Hallenumbau nur in Schritten geschultert werden: «Wir brauchen zuvor ein Konzept für einzelne Bauabschnitte.» Das müssten Planer, Gemeinderat und Sportverein gemeinsam liefern.

Immerhin sei aber bei der Einrichtung des Gewerbegebietes Süd schon mit der Straßenführung und der Verlegung der Wasserleitungen für die Infrastruktur einer sanierten Halle vorgearbeitet worden, versicherte Steinhauser.

Doch vor allem den Sportlern ging die bisherige Planung zu langsam. Harry Frei von der SVG brachte es auf den Punkt: «Lieber eine Antwort, dass der Ausbau noch fünf Jahre dauert, als das Projekt von Jahr zu Jahr zu verschieben. Das frustriert die Ehrenamtlichen.» Der Bürgermeister betonte daraufhin: «Es wird weitergeplant.»

Ein weiterer Aufreger waren Biogasanlagen: Insbesondere der Verkehr und verschmutzte Fahrbahnen empörten einige Bürger: «Da gibt es viel Unmut», sagte ein Bürger unter Applaus. Der Gemeinderat will sich nun über ein Verkehrsleitsystem, Tempobeschränkungen oder ein Nachtfahrverbot kundig machen. Auch der Hochwasserschutz beschäftigte die Bürger: Wann wird wo angefangen zu bauen und was kostet das Ganze? Steinhauser verwies auf kommende Beratungen. Der erste Vorschlag von Planern, einen Damm quer zum gesamten Mühlbachtal vor Baisweil für rund 6,5 Millionen Euro zu errichten, sei jedenfalls verworfen worden. Zudem informierte der Bürgermeister über die Bauvorhaben, wobei der Um- und Neubau des Kindergartens und des Rathauses sowie das Gewerbegebiet Süd im Vordergrund standen. Auch ging er auf die verabschiedete Abwassersatzung ein und erklärte die bevorstehende Friedhofssatzung, für die 2011 alle Gräber erfasst werden müssten.

«Derzeit herrscht ein Chaos, denn außer den Angehörigen weiß kaum jemand, wie die Lagen der alten Gräber sind», so Steinhauser.

 

Die Baisweiler Sporthalle entspricht nicht mehr den Anforderungen der Vereine. In den Duschen, so ein Bürger, bilde sich inzwischen sogar Schimmel. Foto: Theresa Serafin

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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