Haushalt
Sparkurs: Pforzen rechnet nach

Die Ergebnisse der Rechnungsprüfung und die Haushaltsberatungen waren zu deutlich: Die Gemeinde Pforzen kann und muss sparen. Auch dann, wenn das Ortsgremium (wie bei der jüngsten Sitzung) unpopuläre Entscheidungen zu treffen hat.

Mit zwei Beschlüssen, bei denen es um eher kleine Summen ging – und einer (nur auf den ersten Blick) drastischen Erhöhung der Schulhausmiete unterstrich das Gremium seinen Sparwillen.

Dass die Abgabepreise für Kies und Humus aus der Pforzener Gemeinde-Kiesgrube angehoben werden sollen, stand schon länger fest. Dennoch nahm die Diskussion um die endgültigen Preise für das Material und den Kreis der Abnehmer viel Zeit in Anspruch.

Die Ergebnisse: Die Kubikmeterpreise für den beim Hausbau gebräuchlichen gesiebten Kies steigen für Gemeindebürger von 2,50 Euro auf vier Euro, für Abnehmer aus dem Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Pforzen von fünf Euro auf 7,20 Euro und für Gewerbetreibende von fünf auch acht Euro. Humus wird im Schnitt um einen Euro teurer.

Keinen einzigen Euro mehr will die Gemeinde in das kommunale Schlachthaus investieren. Der Grund: Das Gebäude beim Vereinshaus wird kaum genutzt – auch weil die Räumlichkeiten über keine EU-Zulassung verfügen und dort geschlachtete Tiere nur selbst verzehrt und nicht vermarktet werden dürfen – auch nicht bei Vereinsfesten.

Die Schlachtzahlen gehen immer mehr zurück: Waren es 2008 immerhin noch rund 40 Tiere für den Eigenbedarf, landeten im vergangenen Jahr nur mehr sechs Tiere im Schlachthaus. 'Jede weitere Reparatur', betonte Bürgermeister Heiß, 'bedeutet die Schließung'. Das Haus selbst soll aber erhalten werden – es wird auch als Lagerraum der Feuerwehr genutzt.

Bei der Anpassung der Miete für die Pforzener Grundschule verlässt sich Gemeinde auf die Empfehlungen des Bayerischen Kommunalen Rechnungsverbandes, der als Basis für die Berechnung des Mietzinses für derartige Gebäude die bisher getätigten Investitionen heranzieht.

Die Folge: Die Jahresmiete (Mieter ist der Schulverband Pforzen-Rieden) steigt stark an: Von 28 000 Euro auf 65 640 Euro. Zwei Drittel dieser Summe trägt die Gemeinde Pforzen. Der Mietvorschlag wird auch dem Gemeinderat Pforzen zum Beschluss vorgelegt.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen