Kunst
Sonderausstellung mit Werken von Franz und Wilfried Wurtinger im Isergebirgs Museum Neugablonz

Franz Wurtinger – Lehrer, Kunstpädagoge und Künstler – wäre 2016 100 Jahre alt geworden. In Erinnerung an ihn zeigt das Isergebirgs Museum Neugablonz von 30. Juni bis 15. Oktober Aquarelle und Zeichnungen aus allen Schaffensphasen.

Franz Wurtinger wurde 1916 in Plan im Egerland geboren. Sein früh erkennbares künstlerisches Talent führte ihn 1936/37 an die Prager Kunstakademie. Im Anschluss daran arbeitete er als Lehrer in Nordböhmen. Krieg und Vertreibung verschlugen ihn zunächst nach Thüringen, dann nach Oberbayern.

Seit 1955 lebte Franz Wurtinger im Kaufbeurer Stadtteil Neugablonz. Hier kannten ihn die meisten vor allem als Lehrer: Als Pädagogen an der Gus­tav-Leutelt-Schule, von 1969 bis 1979 auch als ihr Rektor, sowie als Dozent in der Erwachsenenbildung.

An der Volkshochschule Kaufbeuren, der Schwabenakademie Irsee, der Kunstschule in Neugablonz und anderen Einrichtungen eröffnete Wurtinger Kunstinteressierten den Zugang zu eigenen künstlerischen Aktivitäten. Landschaftsaquarelle bilden den Schwerpunkt der Ausstellung in Neugablonz.

Zu sehen sind Bilder aus allen Schaffens­perioden: Aus Kindheit und Jugendzeit, Porträts aus der Studienzeit in Prag und Ortsansichten, die unmittelbar nach dem Krieg in Thüringen und Oberbayern gezeichnet wurden.

In seinen Sechziger Jahren beginnt Franz Wurtinger eine Reisetätigkeit, die ihn in verschiedene europäische Länder, wie Österreich, Italien, Jugoslawien und Spanien, später auch Frankreich, Irland, Ungarn und in seine alte Heimat nach Böhmen führt.

Auch von diesen Reisen sind Impressionen in der Ausstellung zu sehen. Daheim im Ostallgäu entstanden detaillierte Studien nach der Natur und zahlreiche schnelle Kompositionskizzen seiner neuen Heimat. Wilfried Wurtinger, Franz Sohn, ergänzt die Ausstellung mit Objekten und kleinen Inszenierungen mit räumlich plastischen Charakter.

Er nennt es Ideen und Zeichnungen im Raum. Wilfried Wurtinger, geboren 1949 in Oberbayern, hat von 1955 bis 1969 in Neugablonz gelebt, also Kindheit und Jugend hier verbracht. Von 1970 bis 1975 folgte das Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei den Professoren Franz Nagel, Thomas Zacharias und Friedhelm Klein.

Er arbeitete als Kunstlehrer in Dillingen, Immenstadt und am Paul-Klee-Gymnasium in Gersthofen. Seine eigenen künstlerischen Aktivitäten nahm er 1985 nach zehnjähriger Unterbrechung wieder auf: Mit einer ersten gemeinsamen Ausstellung mit seinem Vater in Graz. Das Isergebirgs Museum ist täglich außer montags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Nähere Infos gibt es unter www.isergebirgs-museum.de

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