Ausbau
Solarzentrum: Nächstes Ziel Russland

Das Solarzentrum Allgäu aus Biessenhofen unter der Leitung von Willi Bihler ist auf dem Weg ins weite Russland. Nach Deutschland, EU-Staaten, Amerika, Australien, Indien und China will er seinen Aktionskreis schließen und in den russischen Gefilden seine Solar-Technik an den Markt bringen.

Der deutsche Technologievorsprung hinsichtlich Sonnenenergie gilt dabei als entscheidender Faktor. So wurde nun mit der Universität Orjol ein Schenkungsvertrag über ein Lehrsystem für die Simulation der Nutzung von Sonnenenergie unterzeichnet, die dort schon funktionsfähig installiert wurde. Geplant ist, in naher Zukunft zusammen mit dem Solarzentrum Allgäu dort einen Lehrstuhl für regenerative Energien aufzubauen.

Neuen Markt eröffnen

Durch die Vermittlung eines Freundes des Unternehmens und Kenners der russischen Szenarien wurde ein Unternehmen mit dem Namen Intertechnopark in Orjol - 400 Kilometer südlich von Moskau gelegen - als Repräsentanz gefunden. Prof. Dr. Jakob Maul, Gründer dieses Parks, hat Bihler zufolge sowohl das unternehmerische Wissen wie auch die Persönlichkeit und stabile Verbindungen in Russland, die ideale Voraussetzungen zur Verwirklichung eines fundierten, zielorientierten Markteintritts bieten. Maul, ehemaliger Rektor der Landwirtschaftlich Technischen Universität in Astana (Kasachstan), ist zudem an der Universität in Orjol tätig.

Einer der Höhepunkte war für Bihler nach eigenem Bekunden sein Vortrag vor vollem Auditorium, besetzt mit Professoren, Ingenieuren und technischen Studenten. «Die Sonnenenergie ist im Vergleich zu den fossilen Brennstoffen Öl und Gas unerschöpflich», sagte er. Die Ressourcen in Russland mit Öl und Gas seien zwar sehr groß. Dennoch dränge die Regierung auf den Ausbau und Aufbau von alternativen regenerativen Energien. Auch deshalb bedankte sich der Rektor, Prof. Dr. Nikolai Parachin, ausdrücklich für die Ehre, als erste russische Universität diese Technologie lehren zu können. In Kürze sollen die Verhandlungen zur Einspeisung des gewonnenen Stroms ins öffentliche Netz abgeschlossen sein.

Ingenieure kommen ins Allgäu

Ein weiterer Meilenstein wird laut Bihler der Messeauftritt auf der «Aqua Space» in Moskau Anfang März sein, der schon in Zusammenarbeit des Solarzentrums Allgäu und dem Intertechnopark erfolgt. Auch die Produktion der Solarmodule in Orjol werde diskutiert. Dieser Plan soll, so das Solarzentrum Allgäu, dann verwirklicht werden, sobald das Umsatzvolumen die Rentabilitätsgrenze erreicht hat.

In und um das Solarzentrum Allgäu in Biessenhofen wird man in nächster Zeit wohl des Öfteren die russische Sprache hören. Denn die Ingenieure und Monteure werden bald zur allgemeinen Schulung über regenerative Energien und Montagetechniken anreisen.

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen