Senioren
Seit 15 Jahren finden regelmäßig Treffen im Pfarrheim in Leeder statt

Ein Gedenkstein vor dem Rathaus erinnert an die 2009 offiziell abgeschlossene Dorferneuerung in Leeder. Lebendig geblieben ist dieses Vorhaben zumindest für die Senioren. Denn nur einer Anregung aus dem Arbeitskreis 'Jugend, Familie, Senioren und Kirche' ist es zu verdanken, dass seit 1997 regelmäßige Treffen im Pfarrheim abgehalten werden. Das 15. Jubiläum bot nun Gelegenheit für Rückblicke.

Die vor drei Jahren verstorbene Albertine Bregulla sei es gewesen, die im Arbeitskreis den Vorschlag gemacht hatte, doch ein Angebot für die älteren Mitbürger zu machen, erinnert sich Gisela Brunold.

Zusammen mit Ursula und Herbert Frömbgen sowie Olga Schmeiser lud sie dann im September 1997 zu einem ersten Treffen ins Pfarrheim ein. Obwohl damals nur 18 Personen kamen und man ihnen gesagt hatte, so etwas funktioniere in Leeder einfach nicht, bewiesen die Veranstalter eisernes Durchhaltevermögen.

Bis zu 40 Senioren sind es mittlerweile, für die das Treffen am zweiten Mittwoch jeden Monats eine willkommene Abwechslung im Alltag bedeutet oder sogar die einzige Möglichkeit darstellt, einmal überhaupt wegzugehen.

Nach 15 Jahren haben die Initiatoren selbst ein fortgeschrittenes Seniorenalter um die 80 Jahre erreicht. 'Wir machen aber weiter, solange wir können', versprechen sie. Und mit Maria Karg sowie Juliane und Matthias Nieberle haben sie zumindest noch weitere Helfer gefunden.

Nicht unerwähnt bleiben am Jubiläumsnachmittag Maria Kettemer und Luise Bermann, die von Anfang an und somit mittlerweile 150 Torten geliefert haben, sowie Anton Haugg, der das Geschehen im Seniorentreff in einer Chronik festhält.

'Wir feiern die Feste, wie sie fallen', fasst Herbert Frömbgen das Programm der Treffen zusammen.

Doch nicht nur zu Weihnachten oder im Fasching ist für Unterhaltung gesorgt, Maria Keller und nun auch Juliane Nieberle steuern mundartliche Lesungen bei oder es wird gemeinsam gesungen.

Überaus beliebt sind die stets sehr gut geplanten Ausflüge im Frühjahr und Herbst. Man habe schon viele Seen befahren und Kirchen besichtigt, zählt Frömbgen auf. Am 4. Oktober geht es nun an den Heiterwanger See in Tirol.

Die anwesende Kirchenpflegerin Inge Völk und Bürgermeister Erwin Karg sind voll des Lobes für diese privat getragene Initiative. Gemeinsam sorgt man zumindest dafür, dass der Saal kostenlos genutzt werden kann.

Sobald das neue Pfarrheim neben der Grundschule steht und nicht mehr so viele Treppen bewältigt werden müssen, wird der Treff sicher noch weiteren Zulauf erleben, erwartet Inge Völk.

Doch auch wenn Juliane Nieberle in ihrem Gedicht mit den Worten 'Wir sind nicht mehr, was wir einmal waren' die mangelnde Beweglichkeit als eine der Schattenseiten des Seniorendaseins beschreibt, spürt man deutlich, dass sich zumindest die Besucher der Treffen ihr fröhliches Gemüt bewahrt haben.

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