Bürgerversammlung
Schulden in Ruderatshofen sollen weiter sinken

Neben den Verkehrsprojekte in der Gemeinde, informierte Bürgermeister Johann Stich bei der Bürgerversammlung in Ruderatshofen auch über die Finanzen und das Wirtschaftleben in der Kommune. Denn in der Gemeinde gebe es eine 'erfreuliche Schuldenentwicklung', die von 2002 bis Ende 2011 von 2200 auf 1304 Euro pro Kopf zurückgegangen sei, so Stich. Damit betrage die Gesamtverschuldung etwa 2,25 Millionen Euro, wozu auch die Rekord-Gewerbesteuer 2011 (345 000 Euro) beigetragen habe.

Diesen Weg will der Bürgermeister weiter gehen: 'Der Schuldenabbau muss Priorität haben.' Allerdings müsse sich die Gemeinde dafür strecken, denn heuer nahm sie eine Umschuldung vor.

Dabei wurden noch rund 675 000 Euro, die für das Gewerbegebiet 'Am Fürgen' angefallen und bislang ausgelagert waren, wieder in den Haushalt aufgenommen. Zwar werde dadurch der Schuldenstand steigen, doch das Gewerbegebiet sei auch nur vorfinanziert.

Investitionen ins Wassernetz

Weitere kostenintensive Vorhaben kommen zudem auf die Gemeinde zu. Dazu zählt zum Beispiel die Wasserversorgung in Ruderatshofen: In den 1970er Jahren seien die Rohre nicht eingesandet worden, weshalb sie nun brüchig seien. Zudem laufe die wasserrechtliche Versorgung für das Schutzgebiet aus.

Die neue Ausweisung werde wohl auch Wohnbebauung betreffen. 'Das wird ein großes Problem', meint Stich. Obendrein habe der Breitbandausbau begonnen, der sich aber wahrscheinlich auf Tiefbauarbeiten in Hiemenhofen beschränke, da ansonsten Leerrohre genutzt werden könnten.

Dazu soll es – wie auch für ein Sondergebiet für Windkraftanlagen in Richtung Aschthal – noch eine Informationsveranstaltung geben, kündigte Stich an. Um Geld gehe es auch bei einem laufenden Rechtsstreit zwischen der Gemeinde und Aitrang:

Nachdem ein Kompromiss über die Kostenaufteilung für den Bau und Unterhalt der Wege am Elbsee gescheitert sei, treffen sich die Kommunen nun vor dem Verwaltungsgericht wieder.

Außerdem müsse sich der Gemeinderat Gedanken über die alte Schule in Ruderatshofen machen: Aufgrund ihres schlechten baulichen Zustandes käme auch ein Abriss infrage. Andererseits wies der Bürgermeister auch auf die vielen Projekte hin, die die Gemeinde realisiert habe.

Zumindest beteiligt war sie an der Renovierung der Alten Schmiede 2011, die heuer einen Denkmalpreis erhielt. Das Gebäude sei ein Beispiel für Bürgerengagement und dessen Wiedereröffnung ein 'super Ereignis', lobte Stich.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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