Bürgerversammlung
Rundweg um Bärensee und Anbindung an die B12 beschäftigen die Hirschzeller

Vor allem Straßen- und Wegebauprojekte beschäftigten die gut 90 Hirschzeller bei der Bürgerversammlung im 'Schneider-Stadl'. So diskutierten sie am Dienstagabend unter anderem den Rundweg um den Bärensee, aber auch eine Anbindung an die B12 und die Asphaltierung der Bärenseestraße.

Als "Vorgruppe" hatte sich der neu gegründete Verein "Hirschzell gemeinsam aktiv" vorgestellt, der künftig mit verschiedenen Aktionen Spenden für gemeinnützige Zwecke sammeln will.

'Mittelfristiges Ziel'

Der Stadtrat habe sich einhellig für den Rundwanderweg um den Bärensee ausgesprochen, erklärte Oberbürgermeister Stefan Bosse. Dabei favorisiere man eine Lösung entlang der B16, allerdings 'nicht um jeden Preis'. Die von Toni Immler (er ist der Betreuer des Bärenseeprojektes) als Anbindung an die Stadt gewünschte Brücke am Auweg bleibe lediglich 'mittelfristiges Ziel'. Denn vom Rundweg hätten mehr Bürger etwas als von der Brücke.

Dass die Stadt ihre beschränkten Mittel gezielt einsetzen muss, verdeutlichte der OB auf Frage von Stefan Steck: Kaufbeuren belege mit lediglich acht bis elf Millionen Euro an Gewerbesteuereinnahmen den vorletzten Platz vor dem nordbayerischen Hof. Memmingen etwa nehme das Drei- bis Vierfache ein.

Vor allem aufgrund der mangelnden Verkehrsanbindung – Kaufbeuren ist eine der wenigen Städte ohne Autobahnanschluss – sei die Ansiedlung von neuem Großgewerbe teilweise 'völlig aussichtslos', so Bosse, der sich deshalb über den geplanten Bau von Hawe an der B12 riesig freuen würde. Eine gewisse Erleichterung für den Stadthaushalt bringe voraussichtlich der Beschluss zur neuen Kliniklösung. Der OB zeigte dazu die Hintergründe auf und berichtete von massiven Drohungen und Postkartenaktionen gegen ihn und andere Verwaltungsräte. Trotzdem seien auch in Zukunft keine großen Sprünge möglich, es müssten Projekte zurückgestellt und eines nach dem anderen erledigt werden.

So etwa auch die Bärenseestraße, die Rolf Bauer anführte. Ein neuer Belag genüge hier nicht, so Bosse. Deshalb müssten bei der Herstellung, die in den nächsten Jahren anstehe, die Bürger mit zur Kasse gebeten werden. Bereits vorgesehen seien Maßnahmen zur Verbesserung der Entwässerung in der Schlossbergstraße.

Belange des Naturschutzes

Keine Anhänger fand Hans-Eckehard Bohl für seinen Wunsch nach einer Anbindung Hirschzells an die B12. Bosse verwies auf die Kosten und die ablehnende Haltung vieler Hirschzeller, zumal der Ortsteil kein Gewerbestandort werden solle, so der OB unter dem Beifall der Zuhörer.

Die von Bohl eingeforderte 'Westtangente' mit Anbindung Oberbeurens sei 'völlig aussichtslos', betonte Bosse mit Blick auf Naturschutzbelange und Kosten. Des Weiteren erläuterte er noch den geplanten Neubau des Bahnhofs und die Umgestaltung des Park & Ride-Platzes.

Die nächste Bürgerversammlung, meinte der OB, werde vielleicht im neuen Feuerwehrhaus abgehalten. Er freute sich zudem, dass es ihm um die Zukunft der Hirschzeller Schule 'nicht bange' sein muss.

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