Kirche
Röthenbacher Pfarrer Badura sieht Baumwipfelpfad in Scheidegg nicht als Aufgabe der Organisation

Werner Karl Badura, als Pfarrer für die Gemeinden Röthenbach, Gestratz und Maierhöfen zuständig, hat eine ungewöhnliche Entscheidung getroffen: Am kommenden Wochenende wird in den Gottesdiensten der Pfarreiengemeinschaft keine Kollekte eingesammelt. Dies gibt er in der Kirchenmaus, dem Informations- und Terminblatt der Pfarreiengemeinschaft, bekannt.

Badura erklärt hier auch warum: Die nächste Kollekte soll innerhalb der Diözese Augsburg die Katholische Jugendfürsorge unterstützen - jene Organisation, die den << Skywalk Allgäu >> genannten Baumwipfelpfad in Scheidegg finanziert hat. Badura schreibt im Pfarreienblatt, er habe << größte Zweifel >> daran, ob dies << zur Aufgabe der Organisation gehört >>.

In der Kirchenmaus argumentiert Badura, dass die vor 100 Jahren von Bischof Maximilian von Lingg gegründete Katholische Jugendfürsorge als << planvoll arbeitende Organisation zur Bewahrung und Rettung der gefährdeten Jugend >> tätig sein sollte. In vielen Fällen habe die Organisation großartig helfen können - << nicht zuletzt, weil sie von Anfang intensiv vom Klerus der Diözese unterstützt wurde >>.

Diese Unterstützung verweigert Badura der Jugendfürsorge jetzt, denn: << Ich habe größten Zweifel daran, ob ein Baumwipfelpfad, dessen Investor die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg mit 10 Millionen Euro ist, zur Aufgabe der Organisation gehört >>.

Aus diesem Grund habe er veranlasst, dass bei den Gottesdiensten am Samstag und Sonntag, 13. und 14. August, keine Kollekte eingezogen werde. Gleichwohl teilt der Seelsorger die Bankverbindung der Jugendfürsorge mit - << sollten Sie die Katholische Jugendfürsorge unterstützen wollen >>.

Bürgermeister zeigt Verständnis

Pfarrer Badura selbst ist derzeit für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Er hat seinen bis Mitte September dauernden Urlaub angetreten. Dass er mit seiner Auffassung << sicher nicht allein da steht >>, ist die Überzeugung von Röthenbachs Bürgermeister Bert Schädler: << Ich habe für diese Entscheidung volles Verständnis. >>

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