Gemeinderat
Rechnungsprüfung genehmigt Stöttwangs Haushalte

Bürgermeister Richard Ficker stellte der jüngsten Stöttwanger Gemeinderatssitzung das Ergebnis der überörtlichen Rechnungsprüfung für die Jahre 2001 bis 2011 vor und ging auf einige kritische Punkte ein. So war etwa bemängelt worden, dass die Haushaltssatzungen in Stöttwang sehr spät verabschiedet worden waren. Des Weiteren fiel auf, dass für Feuerwehreinsätze Rechnungen gestellt wurden und keine Bescheide ergingen. Oder dass beim öffentlichen Feldwegebau – statt der Grundstückbesitzer – die Jagdgenossenschaft die Reparaturkosten übernommen habe.

Berechtigt gewesen sei sicherlich der Einwand der Prüfer, warum nach Bekanntwerden von Schadstellen im Abwassernetz nicht zeitnah repariert wurde – um dadurch finanziellen Schaden zu begrenzen.

Auch eine Ursachenforschung für deutlich gestiegenen Kraftstoffverbrauch beim Bauhof wurde der Gemeinde angeraten. All diesen Punkten hatten Bürgermeister und Rat schlüssige Antworten entgegenzusetzen, sodass die Abstimmung über die Prüfungspunkte einstimmig erteilt wurde.

Auch die örtliche Rechnungsprüfung des Haushalts 2011 ergab, bis auf wenige kleine Punkte, eine ordentliche Haushaltsführung, wie der Prüfungsausschussvorsitzende Ludwig Merk vortrug. Der jährlich wiederkehrende Dauerbrenner war auch dabei die immer noch fehlende Vermögensliste der Gemeinde.

Wie Ficker erklärte, fehle es in der Verwaltungsgemeinschaft momentan an personellen Ressourcen, um diese aufwendige Arbeit durchzuführen. Mit der Umstellung des Gemeindehaushaltes von der kameralistischen auf die neue haushalterische Buchhaltung Doppik (Doppelte Buchführung) werde die Vermögensliste aber unerlässlich. Nach Erläuterungen durch Rathauschef Ficker beschloss das Gremium den Haushalt 2011 einstimmig.

Merk trug dem Rat den Haushalt 2011 des kirchlichen Kindergartens in Stöttwang mit einem Haushaltsvolumen von 264 000 Euro (Einnahmen) und 269 000 Euro (Ausgaben) vor. Davon hatte die Gemeinde (samt Defizitdeckung) insgesamt 191 000 Euro zu bezahlen, wovon ihr allerdings 73 000 Euro als Anteil des Staates wieder zuflossen.

Für die 56 betreuten Kinder der Einrichtung hatten die Eltern insgesamt 46 000 Euro eingebracht. Auch der Haushalt für 2012 werde in der Größenordnung von 2011 sein, wurde betont. Dabei stehen zusätzlich aber noch Gebäude- und Spielgerätereparaturen in einer Größenordnung von 10 000 Euro an.

Darüber hinaus würden aufgrund der Tarifabschlüsse die Personalkosten um etwa 7 000 Euro steigen. Das Gremium beschloss auch diesen Haushalt einstimmig.

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