Sitzung
Rat befürwortet Klinikschließungen

Deutlich und einhellig fiel die Vorgabe aus, die der Gemeinderat Irsee seinem Bürgermeister Andreas Lieb mitgab - und die er bei der Bürgermeisterbesprechung zur Diskussion um die Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren vorbringen soll. Derzeit steht zur Debatte, ob eines der fünf Häuser des hochdefizitären Klinikverbundes geschlossen werden soll.

<< Das betrifft alle Bürger im Landkreis, schließlich zahlen sie die Kreisumlage, mit der auch die Schulden der Kliniken bezahlt werden >>, so Lieb. Die Gemeinderäte sprachen sich für die Schließung von einem bis zwei Häusern aus. Das sei aus fachlichen Gründen vertretbar und finanziell machbar, meinte Zweiter Bürgermeister Bertram Sellner.

<< Jedes Jahr sind immer mehr Millionen Euro einfach weg. Wir müssen da Druck aufbauen >>, meinte auch Ratsmitglied Karlheinz Sobek. Eine Privatisierung des Krankenhauswesens lehnte das Gremium aber ab.

Mit viel Aufwand hatte der Gemeinderat des Weiteren eine große Lösung beim Wegebau im Burgwald angestrebt. Doch einige Waldbesitzer wollten nicht mitmachen - weshalb eine kleine Lösung herauskam, die nun abgeschlossen wurde. Doch auch das sei keine simple Sache gewesen: << Es ist nicht einfach, alle Besitzer unter einen Hut zu bringen >>, so Bürgermeister Lieb.

Inzwischen sind aber sowohl die Sanierung als auch die Abmarkung des Weges fertig. Sobek berichtete, dass der nun sechs Meter breite und 730 Meter lange Wirtschaftsweg von der Forstbetriebsgemeinschaft Kaufbeuren lastwagentauglich ausgebaut wurde. An einem Ende sei ein Wendepunkt gebaut worden, zudem gebe es einen Weg zu einem abseits gelegenen Waldstück. Die gesamte Maßnahme habe 28800 Euro gekostet. 5000 Euro trage die Jagdgenossenschaft, der Rest werde je nach Grundstücksgröße von den Anteilseignern beigesteuert, so Sobek.

Mit dem Abschluss der Maßnahme müsse der Weg nun gewidmet werden, erklärte Walter Berkmüller, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Pforzen. Demnach werde er zu einem öffentlichen Feld- und Waldweg und die Gemeinde zum Baulastträger. << Mit der Widmung wird der Weg öffentlich freigegeben >>, so Berkmüller. Das beschloss der Gemeinderat denn auch, der den Weg << Schachenweg >> nannte.

Die gleiche Prozedur schlug Sobek für einen Weg vor, der an der Kreisstraße OAL 12 am Krebsbach beginnt und über das Wasserschutzgebiet Pforzens zur höher gelegenen Ebene am Sportplatz führt. Der Weg führt auf 902 Meter über bereits ausgebaute Teilstücke der Gemeinden Irsee und Pforzen sowie ein Privatgrundstück.

Auf Antrag Günter Helmschrotts soll der Weg am Krebsbach und im Wald << Grabenweg >> heißen, während das letzte Stück durch einen Hohlweg << Hexensteigele >> benannt wurde.

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