Windenergie
Planung neuer Windkraftanlagen bei Röthenbach: Standort absolut ungeeignet

Bereits im Juli hatten die Gemeinderäte von Heimenkirch und Röthenbach gemeinsam getagt und einen möglichen Standort einer Windkraftanlage an der gemeinsamen Gemarkungsgrenze in Augenschein genommen.

Schon damals wurden Punkte im Protokoll festgehalten, die gegen den Standort sprachen. Diese hat nun das Röthenbacher Gremium in die Antwort an den regionalen Planungsverband übernommen und noch ergänzt.

Vom Planungsverband hatten die Röthenbacher, wie die anderen Kommunen im Landkreis auch, eine Übersicht der so genannten Suchräume für mögliche Standorte für Windkraftanlagen mit der Aufforderung zu einer Stellungnahme erhalten. Positive Punkte für den Standort fanden die Gemeinderäte nicht.

Die teilweise Lage in einem FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat- Schutzgebiet), die ungeklärte Erschließung durch ein mooriges Gebiet, eine erhebliche Beeinträchtigung des Landschaftsbild, eine Schwächung einer touristisch bedeutsamen Region und zwei Biotope innerhalb des Suchraums – das waren die Argumente gegen den Standort zwischen Röthenbach und Heimenkirch, die Röthenbachs Bürgermeister Bert Schädler in seinem Beschlussvorschlag einer Stellungnahme angeführt hatte.

Auf Vorschlag von Michael Thiel verweist das Gremium zudem darauf, dass sich eine Anlage in diesem Gebiet wirtschaftlich allenfalls 'an der unteren Grenze' betreiben lasse, da die Windhäufigkeit vergleichsweise gering sei.

Bahnhof nachts beleuchtet

Für 'absolut ungeeignet' hält Werner Wegscheider den Standort. Und Erwin Eugler zeigte in der Sitzung kein Verständnis, dass 'man sich angesichts der vielen negativen Punkte überhaupt noch Gedanken über diesen Standort macht.' Erwin Rudhart kritisierte, dass 'man sich nur auf Windkraft versteift'.

Gegen eine Windkraftanlage spreche nicht zuletzt die fehlende Möglichkeit einer Strom-Speicherung, so unter anderem Michael Endres und Werner Wegscheider. Beide betonten, dass schon heute innerhalb des Gebietes der Elektrizitätsgenossenschaft Röthenbach mehr Strom durch Photovoltaik- und Biogas-Anlagen erzeugt als verbraucht werde.

Gleichzeitig mit Windkraftanlagen sollten daher Speichermöglichkeit geplant werden, so Endres. Die Akzeptanz in der Bevölkerung beispielsweise für einen Speichersee sei allerdings gering.

Zu wenig unterstützt sehen einige Gemeinderäte Maßnahmen zur Energieeinsparung. So verwies Michael Thiel auf Einspar-Potenziale wie einen 'die ganze Nacht hindurch taghell erleuchteten Bahnhof'.

Das griff Bürgermeister Bert Schädler auf: 'Die Bahn verweist hier auf Standards. Wir sollten den einen oder anderen Standard herunterschrauben.'

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

© Allgäuer Zeitungsverlag GmbH / rta.design GmbH

Powered by PEIQ

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen