Gemeinderat
Pforzener Gremium genehmigt Garage mit Kronleuchter als Wohnraum nachträglich

Ein kurioses Erlebnis erzählte Pforzens Bürgermeister Hermann Heiß bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats: Vor Kurzem sei er auf dem Fußweg zum Burgstadel unterwegs gewesen. In der Austraße sei ihm dabei eine Garage aufgefallen, die von einem Kronleuchter erhellt wurde.

Heiß ging der Sache auf den Grund und stellte fest, dass zum Kronleuchter auch noch ein kompletter Hausstand gehörte. Der Hausbesitzer hatte die Doppelgarage, die auf der Grenze zum Nachbargrundstück errichtet wurde, zur kompletten Wohnung umgebaut, einschließlich Kanalanschluss.

Normalerweise wäre ein Rückbau fällig gewesen. Es sei denn, der Bauherr würde sich mit seinem Nachbarn einigen, dass dieser die erforderliche Abstandsfläche auf sein Grundstück übernähme. Dann könne die Umwidmung gegebenenfalls behördlich genehmigt werden. Und der Nachbar stimmte tatsächlich zu. Der Gemeinderat konnte nun nur noch die nachträgliche Nutzungsänderung befürworten und an die Baubehörde weiterleiten.

In einem weiteren Punkt trug Heiß Neuigkeiten zum Um- und Ausbau des Sparkassengebäudes am Kirchplatz vor. Die Sparkasse soll renoviert, der Vorplatz verschönert werden.

Die Arztpraxis, die sich im Gebäude befindet, werde im Sinne der Barrierefreiheit aus dem ersten Stock in die Räume des ehemaligen Lebensmittelmarktes im Erdgeschoss umziehen, die Zahnarztpraxis hingegen verbleibt dort. Zusätzlich sollen in dem Haus vier große Wohnungen entstehen. Lediglich die Parkplatzsituation bereitet dem Gemeinderat noch Sorgen. << Es könnte eng werden >>, meinte Josef Freuding und regte an, weitere Lösungen zu suchen.

Heiß begrüßte die Gründung der << Interessengemeinschaft Pro Umgehungsstraße Pforzen >>. Einige Vorstandsmitglieder wohnten der Gemeinderatssitzung als Gäste bei. Mit Freude werden sie den Bericht des Bürgermeisters vom Besuch der Obersten Baubehörde in München aufgenommen haben. Darin war zu hören, dass die Umgehung << nördlich von Kaufbeuren >> vom Bund als Bedarf angesehen werde, wenn auch noch nicht vordringlich.

Das würde bedeuten, dass der Bund auch Baulastträger wäre. Es komme jetzt darauf an, die Planungen fortzuschreiben und den Verlauf der Trasse festzulegen, << um gut vorbereitet am Tag X den Zuschlag zu bekommen >>. Wichtig sei auch, so das Ministerium, in der Bevölkerung Rückhalt für die Umfahrung zu gewinnen.

Dies unterstrich auch Gemeinderat Günther Kreit, zugleich Stellvertretender Vorsitzender der Interessengemeinschaft. Es gelte, die jetzige Motivation über einen längeren Zeitraum zu erhalten. Seite an Seite mit dem Gemeinderat wolle man für das Ziel kämpfen.

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