Gemeinderat
Pforzener Gremium diskutiert über Haushalt und Investitionen ndash Steigende Kreisumlage

Pforzens Haushalt für das laufende Jahr gewinnt immer mehr an Konturen. Nachdem Bürgermeister Hermann Heiß dem Gemeinderat zuletzt seine Überlegungen zu Investitionen und größeren Maßnahmen präsentiert hatte, trug Kämmerer Hans Hartmann bei der jüngsten Sitzung erste Zahlen, Daten und Fakten vor. Zuvor gab er dem Gremium eine generelle Einschätzung der Gemeindefinanzen.

Das Jahr 2011, so Hartmann, sei sehr gut gewesen. Bei diversen Positionen habe man wesentliche Einnahmesteigerungen verzeichnet. Dem Vermögenshaushalt habe man daher die stolze Summe von 485 000 Euro zuführen können.

Als finanzielle Hauptprobleme identifizierte Hartmann die in diesem Jahr um 60 000 Euro steigende Kreisumlage, die 2013 vermutlich weiter ansteigen werde. Die Ostallgäuer Kliniken und das Gymnasium Buchloe hätten eben ihren Preis, so der Kämmerer.

Größere Positionen im Bereich der Pforzener Investitionen zeichnen sich beim Umbau und der Erweiterung des Kindergartens mit Räumen für die Kirchengemeinde, der Umlage für den Abwasserverband, der Sanierung des Vereinshauses, dem Einbau einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Turnhalle, dem Erwerb von Grundbesitz, der Schuldentilgung und der Wasserversorgung aus Kaufbeuren ab.

Ohne Kreditaufnahme werde es vermutlich auch 2012 nicht gehen. Denn noch ist ungewiss, ob alle erhofften Zuweisungen rechtzeitig eingehen. 'Wir werden über die Runden kommen. Aber es wird eng', meinte Hartmann.

Mit gut 1,6 Millionen Euro habe man einen angespannten Vermögenshaushalt – 'weil wir auch eine Menge vorhaben'. 2014 werde es noch enger zugehen, weil dann zwei Darlehen in Höhe von insgesamt 629 000 Euro auslaufen und zu neuen Konditionen verhandelt werden müssen. Vehement verteidigte Josef Freuding den Betrag von 30 000 Euro, der auf seine Initiative hin für das Projekt 'Wertach erleben' eingestellt wurde.

Die Pro-Kopf-Verschuldung der Pforzener soll weiter sinken. Nun ist es an den Gemeinderäten, die Vorschläge bis zur nächsten Sitzung zu prüfen und eigene Ideen hinzuzufügen. Der Spielraum indes ist eng.

Weitere Themen

  • Nachdem sich die Gemeinderäte zwei Wochen lang durch den Wust an Papier der 'Überörtlichen Prüfung der Jahresrechnungen 2001 bis 2010' gekämpft hatten, stimmten sie der Stellungnahme des Bürgermeisters (man werde den Empfehlungen und Vorgaben folgen) an die Kommunalaufsicht des Landratsamtes zu und entlasteten die Rechnungen.
  • Die Gemeinde erteilt der Sanierung des Kriegerdenkmals und der Verglasung des Feldkreuzes in Leinau eine Deckungszusage, ist aber zuversichtlich, dass die Vereine einen Teil der Kosten übernehmen.
  • Über den Erwerb einer weiteren Geschwindigkeitsmessanlage wurde noch nicht entschieden, da die Stromversorgung noch geklärt werden muss.
  • Der Gemeinderat ruft die Bürger auf, sich in Sachen Bürgerentscheid zum Ostallgäuer Klinikunternehmen zu informieren und am 12. Februar zur Wahl zu gehen.
  • Dem Abbruch eines über 100 Jahre alten, sanierungsbedürftigen Bauernhauses mit Wirtschaftsgebäude im Burgweg und Neubau eines Doppelhauses an gleicher Stelle stimmte der Gemeinderat zu.
  • Im Eichweg wird kein Baugebiet ausgewiesen. Die Grundstückseigentümer wünschen keine Bebauung und schlugen ein gutes Kaufangebot der Gemeinde aus.

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