Gemeinderat
Pforzener Gremium diskutiert über die Zukunft der «Alten Säge»

Drei schwergewichtige Tagesordnungspunkte hatte der Gemeinderat Pforzen bei seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause abzuarbeiten: Es ging um den Straßenbeleuchtungsvertrag mit den Lechwerken (LEW), den Jugendtreff «Alte Säge» und die Beschaffung von Urnenstelen für den Friedhof.

Bei der Straßenbeleuchtung folgten die Gemeinderäte dem Vorschlag von Bürgermeister Hermann Heiß, die Wartung der 270 Leuchten im Gemeindegebiet in den kommenden Jahren den auf diesem Gebiet sehr erfahrenen Lechwerken zu überlassen. Voraussetzung ist, dass die Beleuchtungsanlagen in das Eigentum der LEW übergehen.

Der Versorger lässt sich den Service jährlich pro Leuchte mit 10,21 Euro plus Mehrwertsteuer vergüten. Aber auch ein anderes von der Gemeinde mit der Wartung beauftragtes Unternehmen würde die Aufgabe nicht zum Nulltarif übernehmen - vorausgesetzt, die Kommune würde überhaupt eine entsprechende Firma finden. Dieses Geschäft sei nämlich nicht allzu lukrativ, so Heiß.

Zur Diskussion über den Jugendtreff war auch dessen Vorstand erschienen. Im Grunde ging es um weitere Investitionen in Höhe von über 10000 Euro, die noch im Zuge der Baugenehmigung zu tätigen sind. Tatsächlich ging es aber um mehr. Die Einrichtung sorgt seit Jahren immer wieder für Beschwerden der Anwohner, vor allem wegen des Lärms. Man habe es seit acht Jahren nicht geschafft, << dort Ruhe hereinzubringen >>, war aus dem Gemeinderat zu hören. Man müsse sich fragen, ob die Gemeinde mit der jetzigen Lösung überhaupt auf dem richtigen Weg sei.

Dass der Jugendtreff derzeit weniger auffällig ist, sei, so Vorsitzender Daniel Malzkorn frustriert, der Tatsache geschuldet, dass er nicht genutzt wird. Man wolle aber in nächster Zeit herausfinden, wo die Interessen der jungen Leute liegen, um das Angebot zu verbessern.

Eine verbesserte Akzeptanz des Jugendtreffs ist aus Sicht des Gemeinderates eine unabdingbare Voraussetzung für weitere Investitionen. Keinen Zweifel ließen die Räte aber daran, dass sie der Jugendarbeit generell sehr große Bedeutung beimessen und das Engagement des Jugendtreff-Vorstandes zu würdigen wissen. Schließlich wurde vereinbart, sich demnächst wieder mit dem Thema zu befassen - dann hoffentlich unter besseren Voraussetzungen.

Um das Thema Ruhe, um die << letzte Ruhe >>, ging es auch beim Tagesordnungspunkt << Urnenstelen >>. Nachdem sich der Gemeinderat in einer früheren Sitzung bereits für die Aufstellung von Stelen zur Aufnahme von Urnen entschieden hatte, konnte er sich nun anhand eines maßstabsgetreuen Modells ein konkretes Bild von deren Aussehen und Aufstellung machen.

Fünf solcher Stelen aus Muschelkalk mit einer 60 mal 60 Zentimeter großen Grundfläche und zwischen zwei Metern und 2,40 Metern hoch mit je drei oder vier Kammern sollen auf einer Rasenfläche nahe der Aussegnungshalle aufgestellt werden. Ergänzt wird die Anlage durch einen mittig gesetzten, kreuzförmigen Stein und einen Brunnen.

Bis Allerheiligen soll die rund 25000 Euro teure Anlage fertiggestellt sein. Je nachdem, ob eine Urnenkammer zwei oder vier Urnen aufnehmen soll, müssen bei einer zehnjährigen Nutzungszeit voraussichtlich rund 600 oder 1200 Euro dafür bezahlt werden. Näheres regelt die Pforzener Friedhofssatzung, die derzeit überarbeitet wird.

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