Gemeinderat
Neue Tür oder bald Sanierung der Mehrzweckhalle Denklingen

Soll man die Notausgangstür der Denklinger Mehrzweckhalle jetzt sofort gegen eine 2,4 Zentimeter breitere, neue Tür austauschen, um mehr Besucher für Großveranstaltungen aufnehmen zu können? Oder soll man noch warten, bis die Halle generalüberholt wird und dann mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen? Darüber diskutierte der Denklinger Gemeinderat ausführlich – und hatte dabei viele Zuhörer, die wegen dieses Tagesordnungspunktes zur Sitzung gekommen waren. Letztlich wurde es mit 9:4 Stimmen abgelehnt, eine neue Tür für rund 9900 Euro einzubauen.

Wie Bürgermeisterin Viktoria Horber sagte, gehe es um das Problem der maximalen Personenanzahl bei größeren Veranstaltungen. Um 100 Personen mehr in die Halle hineinzubekommen – und dabei rechtlich auf der sicheren Seite zu sein –, müsse die Tür rund 2,4 Zentimeter breiter sein. So besagten es die neuesten Standards und Sicherheitsnormen.

'Aber wir sollten die sowieso geplante Sanierung miteinbeziehen und uns fragen, ob man diese immerhin fast 10 000 Euro für eine Türe jetzt eventuell umsonst ausgibt, wenn bei der Überholung der Halle alles wieder ganz anders wird', so Horber. Dem setzte Wolfgang Martin entgegen: 'Die Vereine haben ihre Haupteinnahmen durch Veranstaltungen – da tut jeder weitere zahlende Besucher gut. Und die Sanierung wird erst in ein, zwei Jahren über die Bühne gehen.

' Regina Wölfl meinte, dass man die neue Tür jetzt einbauen sollte und sie später bei der Sanierung an anderer Stelle sicher wieder verwenden könnte. Andreas Frieß betonte, dass die Gemeinde als Sicherheitsbehörde zuständig sei, falls etwas passieren sollte: 'Ich sehe das Ganze also nicht so sehr wegen des Geldes, sondern wegen der Sicherheit. Wenn einmal was passieren sollte, sind 50 Leute zu viel vielleicht ein Problem', gab er zu bedenken.

Albert Rambach plädierte dafür, das Geld 'jetzt nicht zum Fenster rauszuwerfen', sondern die Hallenplanung bald anzupacken. Derselben Ansicht war Zweiter Bürgermeister Meinrad Klein: 'Ich habe Zweifel daran, dass wegen zwei Zentimetern 500 statt 400 Leute reinpassen sollen.

Lieber schaffen wir schnell eine schöne Versammlungsstätte.' Und Werner Brich sagte: 'Wir sollten die Sanierung massiv vorantreiben – die Turnhalle ist eine einzige große Baustelle.'

Viktoria Horber erklärte, dass man die Sanierung ohnehin im nächsten Jahr ins Rollen bringen wolle. Letztlich stimmte die Mehrheit dafür, den Türantrag jetzt abzulehnen, sich dafür aber in Sachen Sanierung sehr zu beeilen.

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