Gemeinderat
Neue Satzung am Pforzener Friedhof: Preise steigen um 300 Prozent

Gebührenerhöhungen um bis 300 Prozent beschloss der Pforzener Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung für Bestattungen auf einem der drei Friedhöfe des Ortes in Pforzen, Leinau und Ingenried. Die schnitten zwar beim diesjährigen Landkreis-Wettbewerb 'Der gute Ort' im Hinblick auf ihre Gestaltung gut ab, arbeiten aber schon lange nicht mehr kostendeckend.

Anlässlich einer überörtlichen Prüfung durch das Landratsamt wurde die Gemeinde aufgefordert, hier etwas zu tun, sprich: die Gebühren anzuheben. Der Bayerische Gemeindetag – der kommunale Spitzenverband, der die Interessen von über 2 000 Städten, Märkten und Gemeinden in Bayern vertritt – empfiehlt, die Ausgaben pro Jahr gegen die 'Anzahl der Nutzungen' zu rechnen. Eine komplizierte Kalkulation, an deren Ende deutlich höhere Gebühren stehen, als jene, die seit zehn Jahren in Pforzen erhoben wurden.

Um ausgezeichnete Friedhöfe zu erhalten, musste die Gemeinde viel Geld in die Hand nehmen. Zwischen 2002 und 2012 waren dies fast 120 000 Euro für Investitionen, hinzu kommen die Kosten für den Betrieb. Die Herausforderung für den Kämmerer war, die neuen Gebühren so zu kalkulieren, dass diese für die Pforzener akzeptabel sind.

'Bürgerfreundlich sind sie nicht', so Hartmann. Da steigen die jährlichen Grabnutzungsgebühren für ein Familiengrab (95 Prozent aller Gräber) oder Einzelgrab zum Beispiel um mehr als das Dreifache an, die Nutzung des Leichenhauses kostet künftig mehr als doppelt so viel wie bisher. Für ein Fach in den neuen Urnenstelen sind 78,90 Euro pro Jahr zu entrichten. Mit den neuen Gebühren, so Hartmann, zähle Pforzen bei Weitem nicht zu den Teuersten.

Am Ende stimmten die Gemeinderäte geschlossen dafür – wie sie auch für die Bestattungssatzung stimmten, die Martina Seitz aufgrund der Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetages entwickelt hatte und den Räten erläuterte.

Verkehrsberuhigung im Ort

Nachdem das Thema Innerorts-Verkehrsberuhigung von der Entscheidung über eine Umgehungsvariante abgekoppelt wurde, kam dies am Montagabend zur Diskussion. Eine ganze Menge sei ja schon erreicht worden, war zu hören.

Die Installation von Pfeilern am Straßenrand oder Geschwindigkeitsmessanlagen zum Beispiel hätten eine Menge gebracht. Viel sei aber noch in allen drei Gemeindeorten zu tun, Vorschläge wurden gemacht. Bürgermeister Hermann Heiß wird alle Empfehlungen auflisten und mit den Verantwortlichen vom Landratsamt und der Polizei vor Ort prüfen.

Zügig stimmten die Gemeinderäte kleineren Änderungen beim Kooperationsvertrag mit den Städtischen Wasserwerken Kaufbeuren zu. Dem Wunsch eines Bauherrn auf Verlängerung eines bereits 2006 genehmigten Bauantrages für ein barrierefreies Mehrfamilienhaus in der Bahnhofstraße hingegen wollten die Damen und Herren nicht so ohne Weiteres zustimmen.

Seit sechs Jahren tue sich da nichts, weswegen der Bürgermeister noch einmal ein Gespräch mit dem Bauherrn führen wird. Vielleicht bewege sich ja doch etwas.

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