Nebel im August

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Das im Stadttheater Kaufbeuren vom Landestheater Schwaben aufgeführte Stück "Nebel im August" baut auf der Romanbiografie von Robert Domes auf. In einer fiktiven Verhandlung und Montage von Prozessakten, Zeugenaussagen und Berichten wird das Euthanasie-Kapitel des Nationalsozialismus eindringlich beschrieben. Es wird hierbei auch auf die Geschichte des jenischen Jungen Ernst Lossa zurück gegriffen, der über die Kinderheime in Augsburg und den psychatrischen Anstalten in Markt Indersdorf, Kaufbeuren nach Irsee kam und hier mit 15 Jahren mittels einer tödlichen Injektion hingerichtet wurde. Die Aussagen des Anstaltsleiter Dr. Faltenhauser sowie der Ärzte und Pfleger bei diesem Prozess zeigen aber auch auf, wie von den beteiligten Personen die Schuld nach oben abgeschoben wurde und durch Vergessen und Verdrängen nicht an sich heran kommen zu lassen. Was nach dem Stück bleibt, ist immer noch Entsetzen, Verständnislosigkeit, Ratlosigkeit wie dies alles geschehen konnte, evtl. auch Wut über die im Prozess 1949 gefällten Urteile.

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