Gericht
Nach tödlichem Unfall in Kaufbeuren: Lastwagenfahrer akzeptiert Strafbefehl

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Es war ein tragischer Unfall, an den sich viele Kaufbeurer bis heute erinnern – auch wegen des weißen Ghostbikes (Geisterfahrrads) in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle: Ein Lastwagenfahrer hatte im Oktober 2017 im morgendlichen Berufsverkehr beim Rechtsabbiegen an der Kreuzung Neugablonzer und Liegnitzer Straße einen 16-jährigen Radfahrer übersehen, der stadteinwärts unterwegs war. Der Jugendliche wurde vom Lkw überrollt und so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Der Berufskraftfahrer hatte in der Folgezeit einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung erhalten, der auf eine Geldstrafe in Höhe von 4500 Euro und ein viermonatiges Fahrverbot lautete. Der Einspruch des Mannes, über den jetzt vor dem Amtsgericht verhandelt wurde, hatte nichts mit mangelnder Schuldeinsicht zu tun. Es ging dem Angeklagten dabei ausschließlich um seinen Führerschein, den er für seine berufliche Existenz benötigt.

Als ihm die Richterin erklärte, dass sich das Fahrverbot „an der untersten Grenze“ dessen bewegt, was im hiesigen Gerichtsbezirk für eine fahrlässige Tötung verhängt wird, akzeptierte er den Strafbefehl und gab seinen Führerschein sofort ab. 

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Mittwochsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kaufbeuren, vom 08.05.2019.

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