Sanierung
Nach Renovierung findet am Heiligen Abend wieder Gottesdienst in der Pfarrkirche Lauchdorf statt

Das nennt man wohl Punktlandung: Am 24. Dezember wird in der Lauchdorfer Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt nach rund sieben Monaten wieder ein Gottesdienst stattfinden. Rechtzeitig zur Messe am Heiligen Abend soll nämlich der erste Bauabschnitt der Renovierung abgeschlossen sein, erklärt Josef Hölzle, Vorsitzender der Kirchenverwaltung.

Seit Juni 2011 mussten die Lauchdorfer für ihren Gottesdienst in die Kapelle nach Großried ausweichen. Denn ihre Pfarrkirche bedurfte der dringenden Innensanierung. Der spätgotische Bau von 1517, der später neoromanische und neobarocke Elemente bekam, wurde 2004/05 für über 300 000 Euro außen und im Dach (2007/08) saniert.

Vor zwei Jahren begann die Kirchenverwaltung mit der Planung für die Innensanierung, berichtet Hölzle. Dafür wurden zwei Bauabschnitte vorgesehen, deren erster nun fast fertig ist: 'Die wesentlichen Arbeiten waren Gerüstarbeiten, Sockelsanierung und Maurerarbeiten, Stuck- und Kirchenmalerarbeiten für den Wand- und Deckenanstrich in Kalklasurtechnik, Restauratorenarbeiten am Deckengemälde und der Deckenbilder jeweils im Chor und Langhaus sowie die Gleichgestaltung der Seitenaltäre', zählt Hölzle auf.

Zudem seien noch Schreiner und Steinmetze (Ergänzung von gebrochenen Bodenplatten, Versetzen des Kriegerdenkmals), Glaser und Elektriker (Einbau oder Modernisierung der Beleuchtung, der Elektro- und Beschallungsanlage) in der Kirche tätig gewesen. Nebenbei halfen die Gemeindemitglieder, wo keine Fachleute erforderlich waren.

Für die aufwendigen Arbeiten fielen etwa 350 000 Euro an, wofür die Kirchenverwaltung aber auch Zuschüsse erhielt: Von der Bischöflichen Finanzkammer insgesamt 127 000 Euro, der Gemeinde Baisweil 35 000 Euro, vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege 10 000 Euro, vom Bezirk Schwaben 4800 Euro und vom Landkreis Ostallgäu 2000 Euro. 'Die Differenz ist von der Kirchenstiftung zu tragen', erläutert Hölzle. Das ist immerhin noch fast die Hälfte der Baukosten (171 200 Euro).

Aber es ist noch nicht das Ende der Arbeiten: 'Die Bilder und Figuren können erst im neuen Jahr angebracht werden, weil einige davon beim Renovieren sind. Das ist bis Weihnachten nicht zu schaffen. Ein Teil der Schreinerarbeiten wird ebenfalls im neuen Jahr fertiggestellt, das gilt auch für die Steinmetzarbeiten', so der Vorsitzende. So wird der Weihnachtsgottesdienst zunächst in einem eher kargen Gotteshaus stattfinden.

Zumal die Restauration am Hochaltar aus finanziellen Gründen in den zweiten Bauabschnitt verlegt wurde, in dem noch ein neues Lesepult, eventuell ein neuer Volksaltar und weiteres Inventar aufgestellt werden. Die offizielle Wiedereinweihung ist auf den 5. Februar 2012 terminiert – dann soll auch Bischof Konrad Zdarsa anwesend sein, kündigt Hölzle an.

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