Vereinsring
Mit neuem Vorstand ins Fusionsjahr

Sylwia Pohl beerbt ihren Ehemann Joachim. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Vereinsrings Neugablonz im IN-Haus wurde die CSU-Stadträtin zur neuen Vorsitzenden gewählt. Als Stellvertreter stehen ihr Jürgen Feldmeier und Wolfgang Krebs zur Seite. Der neue Vorstand hat nun die Aufgabe, die Möglichkeiten eines Zusammenschlusses mit dem Aktionskreis Neugablonz auszuloten. Spätestens zum Bürgerfest, das am 26. Juni 2011 gemeinsam mit dem Heimattreffen stattfindet, sollen sich die Mitglieder unter einem gemeinsamen Dach wiederfinden. «Anfang des nächsten Jahres setzen wir uns zusammen, um die weiteren Schritte festzulegen», kündigte Sylwia Pohl an, die jüngst auch beim Aktionskreis die Nachfolge des bisherigen Vorsitzenden Wolfgang Krebs angetreten hat.

Lange war nicht klar, ob sich für den Vereinsring, in dem 35 Neugablonzer Vereine organisiert sind, überhaupt eine neue Führung finden lassen würde. Eine Hochzeit der beiden wesentlichen Vereine in dem Stadtteil ist aber längst beschlossene Sache, da sich die Mitglieder Synergien, Einsparungen, eine stärkere Stimme und klare Zuständigkeiten wünschen. «Es ist der vernünftigste Weg, Kräfte zu bündeln», warb Joachim Pohl in der Sitzung noch einmal für das Zusammengehen. Dieser Grundsatzbeschluss war freilich auch die Bedingung dafür, dass sich das bisherige Führungsgremium des Vereinsrings mit Joachim Pohl, Heinz Weigelt und Thomas Weiss im September noch einmal breitschlagen ließ, bis zum Jahresende im Amt zu bleiben.

Nun gibt es also ein Nachfolgegremium, das sich weitgehend aus dem jüngst ebenfalls neugewählten Vorstand des Aktionskreises rekrutiert. Wichtig sei, betonte Georg Kollmeder, dass der Vereinsring fortgeführt werde. «Dafür müssen alle zusammenhalten.» Der Vorsitzende der Initiative Neugablonz schaltete sich nach langer Erkrankung erstmals öffentlich in die Fusionsdebatte ein.

Satzung geändert

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt dieser Sitzung vor dem Hintergrund der geplanten Fusion war eine Satzungsänderung, die ohne Diskussion beschlossen wurde. So ist es dem Vereinsring beispielsweise nun auch erlaubt, Einzelhändler und Privatpersonen aufzunehmen. Zudem wurde vor den Neuwahlen die personelle Erweiterung des Vorstands möglich gemacht.

Für einen Zusammenschluss beider Vereine gibt es nun drei Möglichkeiten. Ziel sei es, so Pohl, dass die Gemeinnützigkeit erhalten bleibe, die lediglich der Vereinsring hat. Denkbar sei demnach eine Verschmelzung, die nach Angaben des beratenden Juristen Dr. Wolfgang Völsch angesichts der «Überschaubarkeit» beider Vereine aber nicht sinnvoll sei. Möglich ist es ferner, dass beide Vereine mit einem Vorstand in Personalunion bestehen bleiben. Im Zentrum der Debatte steht jedoch die Auflösung des Aktionskreises, dessen Mitglieder danach zum Vereinsring überwechseln können. Welcher Weg unter wirtschaftlichen und organisatorischen Gesichtspunkten der sinnvollste ist, müssen nach der Vorarbeit der Vorstände beider Vereine die Mitglieder im neuen Jahr entscheiden.

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