Neubaugebiet
Mauerstetten schickt Dorfanger in die erste Genehmigungsrunde

Möglichst viel Gestaltungsspielraum will die Gemeinde Mauerstetten den künftigen Bauherren im Neubaugebiet 'Dorfanger' lassen, das nach einer Entscheidung des Gemeinderates nun in die erste von zwei baurechtlichen Genehmigungsrunden geht. Der Plan lässt etwa 55 Einfamilienhäuser und einige Mehrfamilienhäuser zu. Mit der Billigung des sehr detaillierten 'Vorentwurfes' nimmt das 4,7 Hektar große Areal am südlichen Ortsrand der Gemeinde konkrete Formen an: Entgegen früherer Skizzen sind entlang der Schongauer Straße nun auch Kleineinfamilienhäuser auf Minigrundstücken möglich, was die Auswahl möglicher Haustypen und Grundstücksgrößen für die künftigen Interessenten erhöht. Baurechtliche Einschränkungen sieht die Satzung des künftigen Bebauungsplanes nur entlang des Unterangerweges und bei aufgeständerten Fotovoltaikanlagen vor.

Um das Ortsbild nicht zu verschandeln, sind in der ersten Häuserreihe keine Pultdächer erlaubt. Ansonsten können sich die neuen Häuslebauer und Bauträger (fast) frei verwirklichen: vom Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage bis zum Altersruhesitz mit einem kleinen Haus auf einem rund 250 Quadratmeter großen Grundstück. Neu hinzugekommen ist ein Bauareal im Eckbereich des Neubaugebietes, das mit einem Geschäftshaus bebaut werden soll. Der fest eingeplante Rad- und Gehweg entlang zweier Seiten des tortenförmigen Neubaugebiets wird (nach einer Anregung von Bürgermeister Armin Holderried) aus Zuschussgründen nun in einem gesonderten Bauabschnitt realisiert.

Die Erschließung des 'Dorfangers' selbst, das stand von vornherein fest, soll in zwei Bauphasen erfolgen. Vorgesehen sind im Endausbau Grundstücke für sechs Doppelhäuser, sechs Mehrfamilienhäuser und etwa 44 Einfamilienhäuser. Der Terminplan für die Gemeinde und das Memminger Planungsbüro Lars Consult ist eng gesteckt: Schon im Juni sollen die ersten Bagger anrollen.

Umstritten ist im Gemeinderat Mauerstetten die Rolle der Ratsmitglieder beim Bürgerentscheid zu den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren. Dass manche Ostallgäuer Gemeinderäte schon Beschlüsse zum Thema fassten – und ihren Bürgern damit eine direkte Empfehlung für die Abstimmung pro oder kontra Bürgerentscheid und 'Ratsbegehren' an die Hand gaben, geht etlichen Mauerstettener Ratsmitgliedern schlichtweg zu weit.

Für den Gesundheitsbereich sei die Gemeinde ohnehin nicht zuständig, wurde betont. Ob es eine Informationsveranstaltung zum geplanten Bürgerentscheid geben wird, ist momentan noch offen. (ofr)

In welche Richtung steuert die Klinikdiskussion? Manch ein Vorstoß zum Bürgerentscheid rund um die Kliniken geht den Mauerstettener Gemeinderäten zu weit. Foto: Mathias Wild

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