Mobile Redaktion
Lob für Pünktlichkeit und Kreisberichte

Mehr als 50 Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Stiefenhofen haben am Dienstag die Gelegenheit genutzt, die Redaktionsmitglieder des Westallgäuers bei einer Mobilen Redaktion im Gasthof Adler in Harbatshofen persönlich kennenzulernen. Lob und Kritik an der Heimatzeitung konnten sie hier äußern. Außerdem sprachen sie aktuelle Probleme in den verschiedenen Ortsteilen Stiefenhofens an. Diese werden in der Berichterstattung der nächsten Tage vertieft.

Der Westallgäuer versteht sich als «Sprachrohr der Region», sagte Peter Mittermeier, Leiter der Lokalredaktion Weiler, in seinen Begrüßungsworten. Die Mobile Redaktion sei eine gute Gelegenheit, den Kontakt zu den Menschen zu intensivieren und zu erfahren, wo sie der Schuh drückt. Aus diesem Grund gehe die Redaktion regelmäßig «raus auf die Dörfer». Neben den Kolleginnen und Kollegen der Lokalredaktion kamen auch der Redaktionsleiter der Allgäuer Zeitung, Hermann König, und die zuständige Mitarbeiterin für den Zeitungsvertrieb, Ursula Guggemoos, mit zur rund dreistündigen Veranstaltung nach Harbatshofen.

Peter Mittermeier blickte kurz zurück ins Jahr 1998, als der Westallgäuer zuletzt eine Mobile Redaktion im 1700-Einwohner-Ort Stiefenhofen veranstaltet hatte. Damals hatten sich die Besucher mehr farbige Bilder in der Zeitung gewünscht und einen größeren Umfang. «Beides hat sich zum Positiven verändert», so Mittermeier. Die Heimatzeitung druckt heute nur noch farbige Fotos ab, der Umfang des Lokalteils ist von damals etwa drei auf heute vier bis fünf Seiten täglich gewachsen.

Mittermeiers Aufmunterung, der Redaktion in Lob und Kritik Rückmeldung zu geben, kamen die Stiefenhofener eifrig nach.

Das erste direkte Lob, geäußert von Werner Sunderbrink, ging dabei an die Austräger des Westallgäuers, die bei jedem Wetter die Zeitung pünktlich in aller Früh bei den Abonnenten abliefern. Für die Zulieferung im Ortsteil Berbruggen, wo die Tageszeitung bisher per Post zugestellt wird, versuchte Ursula Guggemoos gemeinsam mit den Anwohnern gleich vor Ort eine bessere Lösung zu finden. Das Bemühen der Zeitung um jüngere Leser wird in Stiefenhofen geschätzt. So äußerte Birgit Krauss ein positives Urteil über die Kinderseite «Capito», und Schulleiterin Johanna Bötsch erklärte, die Klassen aus Stiefenhofen nähmen immer wieder gerne das Angebot «Zeitung in der Schule» wahr.

Markus Rasch, Vorsitzender der Musikkapelle Stiefenhofen, hob hervor, dass die Begleitung des Bezirksmusikfestes vor zwei Jahren durch die Heimatzeitung ausgesprochen gut funktioniert habe: «Die Zusammenarbeit war optimal.» Dass die den Landkreis Lindau betreffenden Themen im Westallgäuer angemessen aufbereitet sind, stellte Anton Wolf, Bürgermeister von Stiefenhofen, Kreistagspolitiker und außerdem Hausherr im Adler in Harbatshofen fest. Die Anwesenden stimmten mit Applaus zu.

Auch mit konstruktiver Kritik sparten die Stiefenhofener nicht. So wurde der Wunsch laut, noch mehr aus dem angrenzenden Markt Oberstaufen zu berichten.

Peter Mittermeier versprach, sich in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Redaktion in Immenstadt verstärkt darum zu bemühen, machte aber auch deutlich, dass der Umsetzung Grenzen gesetzt sind. «Wir sind von mehreren wichtigen Orten am Rand unseres Verbreitungsgebiets umgeben», sagte er und verwies auf Wangen, Lindau und Isny.

Dem Wunsch von Renate Rauthe, bei Bedarf der Lokalausgabe Westallgäu noch zusätzlich den Lokalteil des Allgäuer Anzeigeblatts beizulegen, kann der Allgäuer Zeitungsverlag leider nicht entsprechen, wie der Allgäuer Redaktionschef Hermann König erläuterte. «Das ist technisch nicht machbar.» König warb außerdem um Verständnis für Werbebeilagen, die von der Leserin als überflüssig empfunden werden. «Wir brauchen diese Beilagen aus wirtschaftlichen Gründen», gab König zu bedenken.

Darüber hinaus gebe es zahlreiche Leser, die sich gerne anhand der Beilagen über gute Einkaufsmöglichkeiten informierten.

600 Mal «Stiefenhofen»

Die subjektive Wahrnehmung von Werner Sunderbrink, über Stiefenhofen werde im Westallgäuer vergleichsweise wenig veröffentlicht, konnte Peter Mittermeier korrigieren. Im elektronischen Archiv der Zeitung habe er für das vergangene Jahr unter dem Begriff Stiefenhofen 600 Treffer gefunden, für Gestratz 392 und für Lindenberg rund 4000. «Das entspricht in etwa dem Verhältnis der Einwohnerzahlen», erläuterte der Leiter der Lokalredaktion.

Mit den Bildern zur Amtseinführung des neuen Stiefenhofener Pfarrers Johann Mair waren einige Bürger nicht zufrieden. Peter Mittermeier stimmte diesem Urteil zu und räumte ein, dass in diesem Fall die Bildauswahl und -platzierung nicht gelungen sei.

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