Stromversorgung
LEW übernehmen Straßenbeleuchtung in Eggenthal

Nachdem der Gemeinderat bereits darüber diskutiert hatte, beschloss er nun, seine Straßenbeleuchtung an die Lechwerke (LEW) abzutreten. Das Gremium stimmte dem zu, da der Stromkonzern zusicherte, dass eine «Rückübertragung auf die Gemeinde jederzeit möglich» sei, erklärte Bürgermeister Harald Polzer.

Der Gesetzgeber hatte die Stromunternehmen beauftragt, das Beleuchtung- und das Versorgungsnetz zu trennen. Deshalb müssen nun die Kommunen entscheiden, ob sie ihre Straßenbeleuchtung in eigenen Besitz nehmen und dann auch komplett betreuen oder sie im Besitz der Energieunternehmen lassen und nur für ihre Wartung aufkommen. Der Bayerische Gemeindetag hatte eine Überschreibung an die Unternehmen empfohlen.

Dem sind schon Ostallgäuer Gemeinden wie Baisweil gefolgt, während zum Beispiel Irsee die Beleuchtung in eigener Regie führt. Da jetzt die LEW eine Rückgabe der Straßenbeleuchtung an die Gemeinde garantiere, sieht Polzer aber keinen Nachteil in einer Überlassung: << Für uns ist das die einfachste Lösung und wir können die Straßenbeleuchtung jederzeit zurückbekommen >>, so der Bürgermeister.

Dem stimmte der Gemeinderat zu. Alfred Schleifer schlug dazu vor, sich aus diesem Anlass über zukünftige Energiesparmaßnahmen und vor allem deren Kosten bei der LEW zu informieren.

Auch bei dem Standort für einen BOS-Funkmasten (Behörden und Organisationen für Sicherheitsaufgaben) fasste das Gremium einen einstimmigen Beschluss. Dafür war ursprünglich ein privater Standort auf der Haid vorgesehen. Die Gemeinde schlug stattdessen ein gemeindeeigenes Areal im benachbarten Wald bei Röhrwang vor, der wiederum von Anwohnern abgelehnt wird.

Eine Alternative hat die aber Gemeinde nicht: << Wir sind nicht fündig geworden, denn keiner will ein Grundstück verkaufen >>, so Polzer. Nun stellte zudem eine Firma einen neuen Antrag für den gemeindeeigenen Standort. Der Bürgermeister empfahl, dem zuzustimmen, um dadurch die Sache unter Kontrolle zu haben.

Dem schloss sich Martin Steidele an. << damit der Sendemast möglichst weit aus dem Ort ist. Sonst haben wir am Ende gar nichts. >> Die Firma könne bei einer Ablehnung einen beliebigen privaten Standort suchen. Peter Belm wollte daran aber die Zusage des Unternehmens gekoppelt haben, dass auf den Masten perspektivisch auch die Mobilfunkanlagen montiert werden können, die derzeit noch in Eggenthal sind.

Peter Kronewitter formulierte dazu den Kompromiss, dass der Rat dem Standort zustimmen werde, wenn das Unternehmen der Kommune bei der vertraglichen Ausgestaltung entgegenkomme. Dazu soll auch die Haftungsfrage gehören, wer bei gesundheitlichen Folgeschäden durch die Strahlung oder Wertminderung von Grundstücken durch die Nähe des Mastes finanziell aufkomme. Dem stimmte das Gremium zu.

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