Schulfruchtprogramm
Laubenbergschule sucht Obstlieferant

Ab Januar möchte die Laubenbergschule, in der die Kinder aus Gestratz, Grünenbach und Maierhöfen unterrichtet werden, am bayerischen Schulfruchtprogramm teilnehmen. Die Europäische Union (EU) und das bayerische Kultusministerium tragen die Kosten je zur Hälfte. Dass es möglicherweise dennoch nicht klappt, hat ausgerechnet bei dem von der EU initiierten Programm mit Kleinstaaterei zu tun: Ein württembergischer Händler darf nicht liefern.

«Das Schulfruchtprogramm in Bayern soll die Wertschätzung von Obst und Gemüse bei Kindern steigern und die Entwicklung eines gesundheitsförderlichen Ernährungsverhaltens fördern», verkündet das bayerische Kultusministerium auf seiner Internetseite. Aufgelistet sind dort auch eine Reihe von Informationen, Anträgen und Verträgen. Denn ganz so einfach ist es nicht, die Kinder mit Äpfeln, Birnen, Gurken und Salat beliefern zu lassen.

Genau das aber hat sich die neue stellvertretende Leiterin der Laubenbergschule, Simone Eder, vorgenommen. In der Schulverbandssitzung berichtete sie von ihrem Vorhaben. Die darin sitzenden Bürgermeister und Gemeinderäte nahmen zufrieden zur Kenntnis, dass die Finanzierung geklärt ist.

Simone Eder muss nur noch einen Früchte-Händler finden, der die Schule einmal wöchentlich beliefert. Im wahrsten Sinne des Wortes naheliegend wäre ein Händler aus Isny. Er beliefert zahlreiche Geschäfte in der Region und wäre auch sofort bereit, die Schule anzufahren. Indes: Er bekommt nicht die erforderliche Zulassung als Schulfruchtlieferant. Denn das Unternehmen hat seinen Sitz nicht in Bayern, sondern in Baden-Württemberg. Die vom Freistaat gezahlten Zuschüsse zum Schulfruchtprogramm dürfen allerdings nicht außerhalb Bayerns verwendet werden. Hinweise von Eder auf die besondere geographische Lage der Argental-Gemeinden, halfen nicht. Das Ministerium blieb bislang stur.

Bei anderen Früchte- und Gemüse-Händlern aus dem bayerischen Allgäu hat Eder auch nachgefragt. Doch für sie ist die Anfahrt so lang, dass sich die Belieferung nicht lohnt. Deshalb lehnten sie ab. Noch offen sind die Antworten eines Bio-Händlers in Scheidegg und eines Unternehmens in Immenstadt.

Ganze drei Kilometer vom Freistaat entfernt hat der Händler in Isny seinen Sitz. Dass er nicht zum Zug kommt, löste in der Schulverbandssitzung nur Kopfschütteln aus.

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