Corona-Krise
Landtagsabgeordneter Pohl aus Kaufbeuren: Klare Perspektiven für Blasmusiker aufzeigen

Bernhard Pohl, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler aus Kaufbeuren.
  • Bernhard Pohl, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler aus Kaufbeuren.
  • Foto: Mathias Wild
  • hochgeladen von Holger Mock

Die beiden FREIE WÄHLER-Landtagsabgeordneten Bernhard Pohl (Kaufbeuren) und Tobias Gotthardt (Kallmünz) appellieren in einem gemeinsamen Schreiben an Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU), umgehend Entscheidungen zur schrittweisen Wiederzulassung der Blasmusik zu treffen und so den vielen Vereinen und aktiven Musikern in Bayern eine Perspektive zu geben. Beide Abgeordnete verweisen darauf, dass das Herunterfahren aufgrund der Corona-Pandemie unabdingbar war, sie sehen aber nun den Zeitpunkt gekommen, die Einschränkungen schrittweise rückgängig zu machen.

Bernhard Pohl, der innerhalb der FREIE WÄHLER-Landtagsfraktion eine Arbeitsgruppe für Strategien nach der Corona-Krise leitet, mahnt eine pragmatische Herangehensweise an: „Normalerweise ist jetzt die Zeit der Musikfeste und Konzert gekommen. Da ist es für die Blasmusiker besonders schmerzlich, wenn sie tatenlos daheimsitzen müssen. Umso wichtiger ist es, ihnen wenigstens die Chance zu geben, im Freien unter Wahrung der Mindestabstände, etwa auf öffentlichen Plätzen, gemeinsam zu musizieren. Das ersetzt kein Musikfest, eröffnet aber zumindest eine Perspektive und die Hoffnung darauf, dass irgendwann ein geordneter Proben- und Konzertbetrieb wieder möglich ist.“

Tobias Gotthardt, Vorsitzender des Europaausschusses und jugendpolitischer Sprecher seiner Fraktion, wünscht sich einen klaren Zeitplan: „Natürlich können wir so tun, als sei der Corona-Virus bereits verschwunden. Wir haben aber jetzt die Möglichkeit, vernünftige Konzepte zu entwickeln, die das gemeinsame Musizieren wieder ermöglichen. Dabei soll nach unserem Wunsch das Ministerium einen Fahrplan vorlegen, wie wir schrittweise zur Normalität zurückkehren kommen, gewiss mit den gebotenen Sicherheits- und Hygienemaßnahmen. Blasmusik und bayerische Kultur – das gehört einfach untrennbar zusammen. Es ist gleichzeitig der Soundtrack für ein Lebensgefühl, das wir endlich wieder haben. Außerdem stärken wir den Zusammenhalt, auf dem wir in dieser Corona-Krise zurecht so stolz waren.“

Gotthardt erinnert daran, dass Blasmusik ein Teil der bayerischen Identität ist und von weit mehr als 100.000 aktiven Musikern im gesamten Freistaat praktiziert wird: „Wir müssen ihnen nun tatkräftig zur Seite stehen.“ Sein Kollege Pohl ergänzt: „Wenn wir bei Bezirksmusikfesten und ähnlichen Veranstaltungen den Wert der Blasmusik betonen, darf das kein bloßes Lippenbekenntnis sein. Gerade jetzt in der Krise müssen wir an der Seite der Musiker stehen und ihnen Perspektiven wiedereröffnen.

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