Diskussion
Klimaschutz in kleinen Schritten

Der Stöttwanger Gemeinderat hat sich von Dr. Hans-Jörg Barth vom Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza) zum Bundesförderprogramm für Klimaschutzprojekte in Kommunen auf den neusten Stand bringen lassen. Letztlich lehnte der Gemeinderat ein solches Gesamtkonzept aber ab.

Barth erläuterte, dass die Landratsämter die Gemeinden bei der Erstellung von Klimaschutzkonzepten und der Abwicklung umfangreich unterstützen würden. Klimaschutzkonzepte bewirkten letztlich einen Ressourcenschutz. Am Beispiel einer Gemeinde der Größe Stöttwangs mit etwa 1800 Einwohnern zeigte er auf, dass im Jahr mehr als 2,3 Millionen Euro für fossile Brennstoffe aufgewendet würden. Ziel des Klimaschutzkonzeptes müsse es sein, diese «knappen» Energieträger zu schonen.

«Damit hier nicht durch viele Köche unnötig und zum Teil sinnlos Aufwand betrieben wird, muss ein Konzept zuerst einmal den Ist-Zustand erarbeiten, eine Energiebilanz der Verursachergruppen festgestellt werden und danach Einsparpotenziale betrachtet werden», so Barth.

Bei der Entwicklung des Zielszenarios würden die Handlungsfelder nach dem Motto «Wo ist was zu tun?» durch ein sogenanntes «Energieteam» nach einer Prioritätenliste und Kosten/Nutzen-Betrachtung festgelegt. In den Energieteams sollten sechs bis zehn Personen je Gemeinde eingebunden sein. Das Klimaschutzkonzept würde einen Aktionskatalog mit Detailplanung beinhalten und in einer Rückkopplung münden, die die Erfolge in Form von Veröffentlichung der Einsparpotenziale für alle sichtbar machen müsse. Gemeinden, die den Antrag auf Erstellung des Klimaschutzkonzeptes bis 31. März 2011 stellten, würden 65 Prozent der Konzeptkosten als Zuschuss erhalten. Immerhin würden sich die Kosten für eine Gemeinde wie Stöttwang auf 21000 Euro belaufen, wovon die Gemeinde dann nur 7000 Euro zu bezahlen habe, so Barth.

Nach kurzer Diskussion waren sich der Gemeinderat und Bürgermeister Richard Ficker einig, dass derzeit für ein derart umfangreiches Konzept kein Bedarf bestehe. Die Gemeinde werde sich erkundigen, ob auch Teilbereiche des Konzeptes bezuschussbar seien.

Stefan Driendl von der Verwaltungsgemeinschaft gab bekannt, dass bei die Markterkundung zum Breitbandanschluss gute Rückläufe zu verzeichnen seien. Das sinnvollste Angebot werde umgesetzt.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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