Fridays for Future
Klimagipfel im Kaufbeurer Rathaus: Junge Umweltschützer sind nicht zufrieden

Mit den Antworten des Stadtrates auf ihre Forderungen waren die jungen Umweltschützer nicht zufrieden. Jetzt setzen sich beide Seiten an einen Tisch, um zu diskutieren: über Müll, eine autofreie Innenstadt und begrünte Dächer. (Symbolbild)
  • Mit den Antworten des Stadtrates auf ihre Forderungen waren die jungen Umweltschützer nicht zufrieden. Jetzt setzen sich beide Seiten an einen Tisch, um zu diskutieren: über Müll, eine autofreie Innenstadt und begrünte Dächer. (Symbolbild)
  • Foto: Stephanie Eßer
  • hochgeladen von Stephanie Eßer

Es sind Generationen, die aufeinander treffen: zwei junge Umweltschützerinnen, inmitten eines Kreises aus Vertretern der Stadtspitze. Ist es denn so, dass sie sich selbst im Alltag für den Klimaschutz engagieren, auch Abstriche machen?, fragt Baureferent Helge Carl. „Ich sehe in unserer Generation sehr viel Bereitschaft, Dinge zu lassen, die man gerne machen würde.“ Fliegen beispielsweise. Einige verzichten auch erst einmal auf den Führerschein, schauen, ob es mit Bus und Bahn klappt. Viele vermeiden Plastik, so gut es geht. Und lassen sich nicht mehr von ihren Eltern irgendwo hinfahren, fügt Lucia Hacker (18) hinzu. Nach vielen Debatten ist die Frage für die beiden nach wie vor: Was kann die Stadt tun? Darum geht es bei diesem Treffen im Rathaus.

Was für viel Diskussion gesorgt hat, war die Entscheidung des Stadtrates gegen ein begrüntes Dach für das neue Kinder- und Familienzentrum in der Grünwalder Straße in Neugablonz. „Es ist schade, wenn man der Bevölkerung sagt: Es wäre schön, ein begrüntes Flachdach zu haben – die Stadt als Vorbild aber nicht vorangeht“, sagt Hacker. Mit diesem konkreten Fall werde sich der Stadtrat nochmals befassen, erklärt Oberbürgermeister Stefan Bosse. Und fügt hinzu: Auch wenn 60.000 Euro für das begrünte Dach im Vergleich zu der Gesamtsumme von sieben Millionen Euro gering erscheinen mögen, sei es trotzdem viel Geld. Damit ließe sich beispielsweise das Jahresgehalt eines Mitarbeiters der Stadtgärtnerei zahlen, ergänzt Carl. „Finanziell tut uns das auf jeden Fall weh, weil wir die 60.000 Euro dafür nicht eingeplant haben“, erklärt Bosse.

Mehr über das Thema erfahren Sie in der Freitagsausgabe der Allgäuer Zeitung, Ausgabe Kaufbeuren, vom 20.09.2019.

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Autor:

Jessica Stiegelmayer aus Kempten

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