Gemeinderat
Kleines Neubaugebiet als Lückenschluss im Ortsteil Riedholz der Gemeinde Maierhöfen

Erstmals seit zehn Jahren stellt die Gemeinde Maierhöfen einen neuen Bebauungsplan auf. Im Ortsteil Riedholz sollen möglicherweise schon im nächsten Jahr sechs Ein- oder Zweifamilienhäuser entstehen. Die Besonderheit des Baugebietes: Es kommt ohne eine Erschließungsstraße aus. Denn die sechs geplanten Grundstücke reihen sich an der Ortsstraße aneinander und dienen zugleich als Lückenschluss bei der vorhandenen Bebauung. Planer Hubert Sieber sprach einerseits von einer «extrem idyllischen Lage mit einer wunderschönen Landschaft im Umfeld», andererseits aber auch von einer «Höchststrafe für die Wohnbebauung».

Denn: Die Grundstücke befinden sich allesamt an einem Nordhang. Klassische Wohnhäuser << wie auf der grünen Wiese >> seien daher nicht möglich. Das Untergeschoss stehe nach Norden und damit zur Straße hin offen da, liege Richtung Süden jedoch im Hang. Dennoch sollen nach Süden hin nur ein Vollgeschoss und ein Dach erlaubt werden.

<< Andernfalls sind zur Straße hin drei Vollgeschosse sichtbar und das würde nicht in die Umgebung passen >>, mahnte Sieber.

Dem schlossen sich die Gemeinderäte zwar grundsätzlich an. Doch setzten sie eine Planänderung durch. Während Sieber ausschließlich Satteldächer empfahl, plädierten die Räte mit 6:5 Stimmen dafür, auch Pultdächer zu erlauben. Werner Müller hatte darauf aufmerksam, dass sie für den Standort ideal seien: << Zur Straße hin bleibt es bei zwei Vollgeschossen, nach Süden hin ist mehr Fensterfläche möglich. >>

Eine umgekehrte Ausrichtung des Pultdaches soll ausdrücklich ausgeschlossen werden - obgleich sie für die Anbringung von Photovoltaik- oder Solar-Flächen ideal wäre. Dennoch sollen energetische Themen eine besondere Rolle in dem kleinen Baugebiet spielen: << Wir können uns hier sehr gut Passivhäuser vorstellen >>, so Bürgermeister Martin Schwarz. Festgelegt werden eine maximale Wand- und Firsthöhe.

Hinsichtlich der Dachneigung haben künftige Bauherren kaum Beschränkungen - sie kann zwischen 18 und 35 Grad liegen. Jedes Haus darf maximal drei Wohnungen umfassen. << Ein klassischer Mietwohnungsbau passt hier nicht in die dörfliche Umgebung >>, meinte Sieber.

Die Häuser sollen mit mindestens fünf Metern Abstand zur Straße errichtet werden. So sollen Abstellflächen vor den Gebäuden entstehen. Jeweils mindestens ein Baum vor jedem Haus soll dafür sorgen, dass keine kahle Betonfläche entsteht. Die sechs Grundstücke sind nach bisheriger Planung zwischen 685 und 840 Quadratmetern groß.

Zu welchem Preis sie verkauft werden, ist noch offen. Wie bei früheren Baugebieten will die Gemeinde Einheimische und Familien mit Kindern beim Verkauf bevorzugen.

Der Flächennutzungsplan der Gemeinde sieht an dieser Stelle eine Wohnbebauung vor. Daher sei ein beschleunigtes Verfahren möglich, erläuterte Sieber dem Gremium. Nach dessem einstimmigem Ja-Votum erfolgen nun die öffentliche Auslegung und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange.

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