Gemeinderat
Kleiner Freizeitpark in Irsee geplant

Bereits in seiner Kindheit hatte Irsees Bürgermeister Andreas Lieb das Wildgehege im 'Schönen Tal' westlich von Irsee besucht. So berichtete er jüngst im Gemeinderat. Nun wird der Sohn des Betreibers das Gelände und seine Tiere erben und er möchte es ausbauen. Er sei zum einen Jäger, aber auch Vater – deshalb habe er ein Interesse, dort heimisches Wild zu zeigen und einen Naturlehrpfad anzulegen, erklärte der Antragsteller.

7,5 Hektar großes Areal

Auf dem 7,5 Hektar großen Areal befinde sich derzeit ein Gehege mit Dammwild. Es soll verkleinert werden. Stattdessen werden in kleineren Gehegen, die sich dem Verlauf der Natur anpassen, auch Rotwild, Wildschweine, Füchse oder Marder gehalten.

Als Vorgabe sollen forstwissenschaftliche Erkenntnisse dienen. Das Ganze werde eine Art Freizeitpark mit Streichelzoo, auf dem außerdem ein Wirtschaftsgebäude, ein Imbiss mit Aufenthaltsraum und ein Spielplatz entstehen sollen. So lautet die Planung. Der Gemeinderat stand dem positiv gegenüber, will sich aber erst im Januar damit beschäftigen, wenn auch konkrete Pläne vorliegen.

Andere konkrete Pläne legte Planer Gerhard Abt erneut vor: als Vorentwurf für den Bebauungsplan Mühlstraße und Richard-Wiebel-Gäßchen. Die Planung war schon Thema im Gemeinderat gewesen, musste jedoch zurückgestellt werden, da zu wenig Räte anwesend waren.

Nun diskutierte das Gremium erneut darüber. Bereits erfasst hatte Abt die überbaubaren Flächen und vor allem die zu erhaltenen Grünflächen. Aber auch die Anzahl der Geschossflächen seien wichtig, schließlich sei der Bebauungsplan ein wichtiges Instrument zur Vermeidung unliebsamer Bebauung, betonte Günther Oberweiler. Der Gemeinderat stimmte dem Vorentwurf zu, in den noch verschiedene Details eingearbeitet werden sollen und der danach öffentlich ausgelegt wird.

In dem Zusammenhang behandelte das Gremium auch den Antrag eines Bürgers, in einem Gebäude in der Mühlstraße Dachgauben einbauen zu lassen. Diese seien notwendig, um dem kleinen Haus mehr Fläche zu geben. Zudem passten sie sich auch der Nachbarschaft an.

Dennoch beschloss der Gemeinderat auf Vorschlag von Martin Hofmann und Oberweiler, die Gauben zu begrenzen, da sonst deren überproportionale Größe einen Präzedenzfall für den neuen Bebauungsplan schaffen würde.

Einen seltsamen Anblick biete derzeit der Oggenrieder Weiher: Das Gewässer ist abgelassen, aber der Grund stark bewachsen. Nach Expertenmeinung fehlen dort Karpfen, die den Bewuchs fressen, erklärte Lieb. Dadurch würde das Wasser zwar trüber, bleibe aber natürlich. Unangenehm sei hingegen der temporäre Eintrag von Gülle aus einer Drainage einer Landwirtschaft in Oggenried.

Eine Verschmutzung des Weihers dadurch ist nachgewiesen. Rechtlich gesehen sei die Drainage aber legal. Durch die Einleitung können bei Regen Koli-Bakterien in den Weiher gelangen: 'Deren Aufkommen ist zwar nur minimal, aber nachweisbar', meinte Lieb.

Eine Einigung mit dem Bauer sei jedoch kaum möglich – der Imageschaden für die Gemeinde Irsee und den Landkreis Ostallgäu aber erheblich, so Lieb.

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