Auflagen
Kiesgrube in Ruderatshofen - Gemeinderat begrenzt Abbau auf maximal acht Jahre

Täglich 20 Laster sollen in acht Jahren 210 000 Kubikmeter Kies aus dem Untergrund einer Wiesenfläche holen, die im Südosten von Ruderatshofen liegt. Entsprechend kontrovers diskutierte der Gemeinderat eine Bauvoranfrage der örtlichen Firma Höbel Umwelt GmbH. Unter Auflagen erteilte das Gremium schließlich sein Einvernehmen.

'Glaubt ihr, dass in den nächsten acht Jahren die Grube wieder gefüllt ist?' Laut Ratsmitglied Hubert Schmölz ist ganz klar: Es ist nicht genügend Auffüllmaterial verfügbar.

Damit würde 'die Terrasse Ruderatshofens' unwiederbringlich verschandelt. Gemeinderat Franz Popp sieht in der Ablehnung das Floriansprinzip: Keiner will eine Kiesgrube, 'aber wir brauchen den Kies'. Zweiter Bürgermeister Johann Neth befürwortet das Projekt, da das neue Gebiet im Anschluss an eine bestehende Kiesgrube liege.

Die Ausbeutung und Wiederverfüllung sollte auf acht Jahre begrenzt werden. Allerdings sollte keine Lärmschutzausnahme (im Bundesimissionsschutzgesetz möglich) genehmigt werden und die tägliche Betriebszeit keinesfalls länger als bis 22 Uhr zulässig sein.

Nach acht Jahren müsse die Grube wieder als landwirtschaftliche Nutzfläche hergerichtet sein. All dies wollen die Gemeinderäte vertraglich als Grunddienstbarkeit vereinbart wissen.

Diese Forderungen stellten unter anderen die Ratsmitglieder Wolfgang Halbritter, Reinhold Wintergerst, Rainer Hempe und Roland Schneider.

Nachdem der Chef der Baufirma, Werner Höbel, versicherte, es werde laufend, Zug um Zug, sofort wieder verfüllt, beschloss der Gemeinderat, dem Antrag auf Vorbescheid unter den genannten Auflagen zuzustimmen.

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