Aktion
Kaufbeurer sammeln Handys für den guten Zweck

Wohin mit dem alten Handy, das entsorgt werden muss? In den Sondermüll? Auf den Wertstoffhof? Sicher nicht in die Mülltonne. Viele ausgediente Mobiltelefone landen zu Hause letztlich in irgendeiner Schublade oder Kiste, anstatt der Müllverwertungskette zugeführt zu werden.

Wer sein altes Gerät sinnvoll entsorgen und damit obendrein etwas Gutes leisten will, kann es jetzt spenden: Für die Sanierung der Neugablonzer Christuskirche wurde eine Handy-Sammelaktion gestartet. Ein Ziel des Projekts ist es, in Zusammenarbeit mit dem Münchner Serviceanbieter Teqport wertvolle Rohstoffe wie Edelmetalle und seltene Erden in den gebrauchten Handys zu erhalten und weiter nutzbar zu machen.

<< Zum einen zählt der ökologische Gedanke: Man trägt aktiv und nachhaltig zum Umweltschutz bei >>, erklärt Pfarrer Christoph Grötzner. Außerdem unterstütze jeder Spender die Renovierung der Christuskirche. Die Kirchengemeinde erhält pro Altgerät 1,20 Euro. << Jedes Handy ist also etwas wert und hilft uns weiter >>, so Grötzner.

Nach etwa elf Jahren Planung beginnen Mitte August die Sanierungsarbeiten in der Kirche, die derzeit entkernt und vorbereitet wird. Bis Ende nächsten Jahres soll dort ein Begegnungszentrum mit Kirche und Gemeindehaus unter einem Dach entstehen. << Wir wollen mit diesem Umbau weg von einer Sonntagskirche. Das Gemeindeleben soll künftig von Montag bis Sonntag stattfinden >>, kündigt Wolfgang Krikkay, ebenfalls Pfarrer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde, an. Rund 1,77 Millionen Euro kostet das Projekt, 500000 davon muss die Gemeinde selbst aufbringen.

Das sechsköpfige Fundraising-Team will 200000 Euro beisteuern. Ein Viertel der Summe haben die Sammler durch diverse Aktionen, Spenden und über einen Förderkreis bereits zusammen. Die Handy-Sammelaktion soll weiteres Geld bringen.

<< Ich habe selbst schon fünf Handys in die Sammelkiste geworfen >>, berichtet Grötzner. Das Team sei noch auf der Suche nach weiteren Sammelstellen. << Man muss keine große Box aufstellen, es reicht auch ein Schuhkarton >>, sagt der Pfarrer. Für die Handyspender sei zu beachten, dass die Geräte funktionsfähig sind und die SIM-Karten entfernt sowie private Daten vor der Abgabe gelöscht werden.

Sammelstellen für Handys gibt es bislang in der Buchhandlung Menzel in Neugablonz, im Buron-Center, in mehreren V-Märkten der Stadt sowie im Pfarramt der Christuskirche.

www.christuskirche-kaufbeuren-neugablonz.de

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