Gemeinderat
Kaufbeurer Radweglücke soll geschlossen werden

Eifrig diskutierten die Mauerstettener Gemeinderäte bei ihrer jüngsten Sitzung über einen Lückenschluss des Radweges zwischen dem neuen Kreisverkehr an der Kreuzung Staatsstraße/Weiherweg/Unterangerweg und Kaufbeuren. Im Mittelpunkt der Diskussion stand Sinn und Unsinn eines weiteren Radweges in die Kreisstadt, der nach vorsichtigen Schätzungen bis zu 130 000 Euro kosten könnte. Momentan endet der Radweg auf Höhe von Blumen Fürst in Mauerstetten. In Kaufbeuren besteht ein Radweg bis in den Gewerbepark, in dem die Firma Dobler angesiedelt ist. 550 Meter müssten dazwischen geschlossen werden, rund 290 davon bis zur Gemarkungsgrenze auf Mauerstettener Seite. Zusätzlichen Grund müsste die Gemeinde für die Maßnahme nicht erwerben.

Bürgermeister Armin Holderried glaubt aber, dass die Stadt Kaufbeuren wohl kein Interesse an einer anteilsmäßigen Finanzierung des Weges hätte. 'Weil wir einen größeren Vorteil davon hätten', sagt er. Dies gelte es allerdings noch 'auf politischem Wege' zu klären.

Förderung in Aussicht

Holderried stellte eine Förderung von 40 bis 45 Prozent im Rahmen des Finanzausgleichsgesetzes in Aussicht, sodass er von Kosten für seine Gemeinde von knapp 50 000 Euro ausgeht. 2013 könnte der Bau beginnen. In der Diskussion bildeten sich zwei Fronten.

Die eine sprach von einer 'sinnvollen' (Johanna Harder) und 'absolut notwendigen' (Michael Marx) Maßnahme. Maria Wolf sagte: 'Das ist ein Gewinn für die Gemeinde, die Zahl der Fahrradfahrer nimmt in Zukunft zu.'

Die andere Seite wies auf den bereits bestehenden Radweg nach Kaufbeuren hin, der etwa 500 Meter entfernt verläuft. 'Eine zweite Anbindung ist nicht nötig', so Peter Niederthanner.

Mehrere Räte waren der Ansicht, dass die Strecke, die nun erschlossen werden soll, kaum von Radfahrern frequentiert sei. Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass die Radler über den neuen Weg direkt am Gelände der Firma Dobler herauskommen, wo sehr viel schweres Baugerät fahren würde – eine Gefahrenquelle.

Mit acht zu sieben Stimmen wurde letztlich der Beschluss gefasst, die Planungen auf den Weg zu bringen, Gespräche mit Kaufbeuren zu führen und einen Zuwendungsantrag zu stellen.

Geld für Seniorenbeauftragte

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde die Aufwandsentschädigung der Seniorenbeauftragten von Mauerstetten, Gemeinderätin Maria Wolf, bis zum Widerruf ihres Amtes verlängert. Wolf erhält monatlich 100 Euro Entschädigung.

Zwei Ratskollegen wendeten ein, dass es genug andere Ehrenamtliche geben würde, die für ihre Arbeit auch keine Entschädigung erhielten, und stellten die Handhabe im Fall von Maria Wolf infrage. Mit vier Gegenstimmen wurde der Beschluss gefasst.

Autor:

Allgäuer Zeitung aus Kempten

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