"Lage ist verheerend"
Kaufbeurer Hilfsorganisation humedica entsendet zweites Team nach Beirut

Autos sind in Folge einer massiven Explosion im Hafen Beiruts unter den Trümmern eines zerstörten Hauses begraben.
  • Autos sind in Folge einer massiven Explosion im Hafen Beiruts unter den Trümmern eines zerstörten Hauses begraben.
  • Foto: picture alliance/Marwan Naamani/dpa
  • hochgeladen von Julian Hartmann

Die Kaufbeurer Hilfsorganisation humedica entsendet ein weiteres Einsatzteam nach Beirut. Es soll das erste Team ergänzen, das bereits nach der heftigen Explosion am Dienstag in die Hauptstadt des Libanons gereist war.

Ziel: Welche Hilfe wird benötigt

Ziel sei es vor allem herauszufinden, welche Hilfe benötigt wird, wenn die ersten medizinischen Wunden versorgt sind, das teilt humedica in einer Pressemeldung mit. Bei der Explosion auf dem Beiruter Hafengelände starben mehr als 130 Menschen. Über 5.000 wurden verletzt. Große Teile der Stadt sind zerstört, zigtausende haben kein Dach mehr über dem Kopf.

Lage in Beirut verheerend

"Die Lage in Beirut ist verheerend", berichtet die humedica-Koordinatorin Tatjana Bojarski. Im Hafenviertel stehe kein Stein mehr auf dem Anderen: "Häuser sind zerstört, überall liegen Glasscherben. Manchmal fehlt die ganze Wand eines Hauses. Immer wieder finden die Rettungskräfte noch Menschen in den Trümmern." 

Bei der Detonation seien auch medizinische Einrichtungen zerstört worden, meint humedica-Vorstand Johannes Peter. "Die Menschen brauchen Lebensmittel und Dinge, um ihr alltägliches Leben wieder zu
organisieren. Unser Team soll ausloten, wo wir unabhängig von der medizinischen Nothilfe auch langfristig helfen können."

Das zweiköpfige Koordinatorenteam aus Bayreuth und der Nähe von Freiburg wird vermutlich Anfang der Woche nach Beirut fliegen. Es soll vier Wochen vor Ort bleiben.

Nach der Explosion im Libanon: humedica bereitet sich auf Einsatz vor

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