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Internet: Erschließung von Ebratshofen gilt als nicht wirtschaftlich

Irritationen in Grünenbach haben die Aussagen von Telekom-Pressesprecher Udo Harbers gegenüber der Heimatzeitung ausgelöst: Harbers hatte den Internet-Nutzern im Ortsteil Ebratshofen Hoffnung gemacht, dass die Telekom einen schnelleren Netzzugang realisieren könnte, sobald durch die Gemeinde ein durchgehendes Leerrohr zwischen Ebratshofen und Grünenbach gelegt ist. Das widersprach allem, was bislang bei der Gemeinde an Informationen ankam. Um die Irritationen aus der Welt zu schaffen, hat Harbers jetzt einen Kontakt zwischen Bürgermeister Markus Eugler und Telekom-Fachreferent Thilo Kurtz hergestellt. Danach ist klar: Die Telekom könnte die Erschließung schon heute realisieren, denn sie ist im Besitz eines freien Leerrohres. Jedoch gilt weiterhin, dass eine solche Erschließung für die Telekom nicht wirtschaftlich ist.

Harbers hatte gegenüber der Heimatzeitung dementiert, dass es ein freies Telekom-Rohr zwischen den beiden Ortsteilen gibt. Diese Aussage war im Ort kursiert und hatte für Verärgerung gegenüber dem Ex-Monopolisten geführt.

Denn: Weder dieses Leerrohr noch eine bestehende Glasfaser-Leitung, die durch Ebratshofen führt, sollte für eine Verbesserung der Lage in Ebratshofen genutzt werden. Dort kommt Internet teilweise nur mit einer Geschwindigkeit von 384 KBit/s an, während in der Ortsmitte von Grünenbach mit bis zu 16000 KBit/s gesurft werden kann. Bei der Ausschreibung durch die Wirtschafts- und Entwicklungsleitstelle Westallgäu (WEST) hatte die Telekom vor rund zwei Jahren kein Angebot abgegeben.

Andere können zum Zug kommen

Thilo Kurtz stellte nun gegenüber Bürgermeister Eugler klar: Es gibt ein Leerrohr, das nicht belegt ist. Die Telekom selbst will es derzeit nicht nutzen, da die weiteren Kosten für einen Netzausbau nicht zu erwirtschaften seien. Einem anderen Telekommunikations-Unternehmen will die Telekom das Rohr aber auch nicht zur Verfügung stellen.

Nach dem Gespräch mit Kurtz ist für Bürgermeister Eugler klar: 'Sobald der Ausbau der Staatsstraße nach Grünenbach ansteht, werden wir auch über eine Verlängerung unseres Leerrohres reden.' Dann könne eine neue Ausschreibung erfolgen. Dass dabei die Telekom ein Angebot abgibt, ist mit Blick auf die Argumentation hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit mehr als fraglich. Für sie würde das neue Leerrohr auch gar nicht benötigt. Zum Zug könnten andere Anbieter kommen.

Aus seinem Unverständnis über die Aussagen des Pressesprechers der Telekom macht Eugler keinen Hehl: 'Da widerspricht sich einiges.' Er geht nun weiterhin davon aus, dass die Ebratshofer mittelfristig über die Funktechnik LTE (Long Term Evolution) mit schnellerem Internet versorgt werden. Hierfür baut Telekom-Konkurrent Vodafone derzeit sein Netz im Westallgäu aus.

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