Energieteam
Informationsabend des Energieteams Grünenbach

Das 2010 gegründete Energieteam in Grünenbach stößt mit seinen Informationsabenden auf größer werdendes Interesse: 20 Interessenten konnte Team-Leiter Reinhold Osterberger jetzt zum Thema 'Energiesparen und Wohlfühlen durch richtiges Lüften und Dämmen im Alt- und Neubau' begrüßen. Auch hier war das Ziel des Energieteams, Bürger für das Energiesparen zu sensibilisieren.

Wie in anderen Orten auch, hatte sich vor gut zwei Jahren in Grünenbach ein Energieteam gebildet. Der Ist-Analyse folgte die Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes und eines Aktivitätenprogramms. Bewusst auf eine langfristige Umsetzung setzt Reinhold Osterberger: 'Wir wollten keinen Aktionismus, der schon bald wieder abebbt'.

An der Grundschule hat es in der Zwischenzeit Aktionstage zum Thema Energie gegeben. Bei der Radweg-Einweihung zwischen Ebratshofen und Harbatshofen im Vorjahr hat sich das Energieteam beteiligt und Elektro-Fahrzeuge vorgestellt. Und in diesem Jahr waren es zwei Vorträge, die über konkrete Maßnahmen informierten. Begeistert ist Osterberger vom Engagement der derzeit zehn Team-Mitglieder. Etwas enttäuscht war er jedoch über die Resonanz beim ersten Vortrag im März.

Damals wurde die energetische Sanierung von Gebäuden am Beispiel des Vereinsheims in Ebratshofen ebenso vorgestellt wie Möglichkeiten der Heizungsmodernisierung und aktuelle Fördermöglichkeiten. Dazu gehört auch die finanzielle Unterstützung der Gemeinde bei der Erstellung eines Energiekonzepts für ein Gebäude.

Ein solches, rund 600 Euro teures Gutachten bezuschusst die Gemeinde mit 150 Euro. Doch bislang hat davon kein Bürger Gebrauch gemacht. Auch die eigens angeschafften Stromverbrauchsgeräte wurden zunächst von niemandem ausgeliehen. 'Seit sie in den Dorfläden bereit liegen, steigt das Interesse', stellt Osterberger fest.

Und auch beim aktuellen Vortrag verzeichnete er steigendes Interesse von Seiten der Bevölkerung. Team-Mitglied Walter Götz übernahm dabei den theoretischen Teil und informierte über die Wärmedämmwerte unterschiedlicher Materialien sowie über die Gründe für mögliche Schimmel- und Kondenswasser-Bildung im Gebäude. Schuld sei im Regelfall eine fehlende oder falsch positionierte Feuchtigkeitssperre im Wandaufbau.

Alfred Milz und Josef Kleinhans, ebenfalls Team-Mitglieder, zeigten dann ganz praktisch anhand eigens gebauter Modelle, wie ein typischer Aufbau von Wand und Dach an einem alten Gebäude aussieht – und wie er idealerweise bei einer energetischen Sanierung erfolgen sollte.

Es sei, so Milz, möglich, eine Wand entweder innen oder außen zu dämmen. Nicht sinnvoll hingegen ist eine massive Dämmung der Außenwand, wenn zugleich die Fenster nicht modernisiert werden, stellte Walter Götz fest. Denn: 'Das schwächste Bauteil führt zu den größten Verlusten.'

Christian Frey machte in seinem Vortrag auf eine Problematik gut gedämmter Gebäude aufmerksam: 'Ohne richtige Be- und Entlüftung besteht die Gefahr von Schimmel-Bildung.' Wichtig sei deshalb richtiges Lüften: 'Zwei- bis dreimal täglich stoßlüften ist optimal', so Frey. Falsch hingegen sei es, ein Zimmer durch das Kippen von Fenstern lüften zu wollen.

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