Rathaussturm
In Germaringen wird das Faschingsfinale eingeläutet

Die Narren haben gestern der Gemeinde Germaringen das Marktrecht verliehen, vorerst allerdings nur für diesen einzigen Tag. Beim traditionellen Rathaussturm am Lumpigen Donnerstag wurde aus Germaringen vorübergehend 'Germania', Bürgermeister Kaspar Rager wurde kurzerhand zum Marktmeister ernannt.

Allerdings bekam er damit auch etliche Aufgaben übertragen: Er dürfe keine Platzgebühr verlangen, müsse aber trotzdem für eine geeignete Markthalle sorgen, für Wasser und Toiletten sowie für das leibliche Wohl der Marktkaufleute. Zudem sei es seine Pflicht, den Umsatz ordentlich anzukurbeln – und später alles wieder aufzuräumen. Dies und mehr erklärten die Frauen und Männer dem Bürgermeister und den vielen Besuchern vor dem Gemeindeamt in lustigen Versen.

Das Marktrecht sei für die Gemeinde von großer Bedeutung. Erstens, um Germaringen für Fremde noch interessanter zu machen. Zweitens, um das Steuervolumen weiter in die Höhe zu treiben. Rager bekam symbolisch einen 'Holzkurbel-Dickbrettbohrer' und ein kleines Markthorn überreicht. Und noch ein Geschenk gab es für den Bürgermeister: einen kleinen Playmobilritter, 'das Symbol für Marktrecht und Narrenfreiheit'.

Abschließend traten die Marktfrauen einzeln auf, jede pries ihre Waren in kurzen Gstanzln an. Dabei wurden auch einige Ereignisse aus dem Dorf aufs Korn genommen – etwa der 'doppelte Gockelwagen'. Aber auch andere politische und gesellschaftliche Ereignisse wurden humorvoll in die Verse eingebaut. So sang die Eierfrau zum Beispiel: 'Ob Salmonellen oder Dioxin, alles isch in uns’ren Eiern drin'. (ses)

Germaringens Bürgermeister Kaspar Rager (Zweiter von links) wurde gestern von den Marktweibern überrascht. Foto: Stephan Schöttl

Autor:

Stephan Schöttl aus Kempten

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