"SOS"
Hilferuf aus Kaufbeuren - Klinikum macht auf alarmierende Corona- Lage aufmerksam

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Seit Freitagabend sorgen am Kaufbeurer Klinikum die Fassaden-Beleuchtungen "SOS", "Wir kämpfen für Euch" und "Helft uns mit Eurer Impfung" für Aufmerksamkeit und verweisen so auf den äußerst kritischen Zustand auf den Intensivstationen.

Spezielle Fassaden-Beleuchtung 

"Für unser gesamtes Klinikpersonal, besonders jedoch für die am Limit arbeitenden Pflegekräfte ist jeder Tag ein enormer Kraftakt. Wir kommen an den Rand unserer Kapazitäten", so beschreibt Vorstandsvorsitzender Axel Wagner die aktuell extrem angespannte Lage. Mittlerweile arbeiten teilweise auch Verwaltungsangestellte, die eine pflegerische Ausbildung haben, wieder auf den Stationen. Das Klinikum Kaufbeuren macht nun die Bevölkerung mit einer speziellen Fassaden-Beleuchtung auf die dramatische Situation in den Kliniken Ostallgäu-Kaufbeuren aufmerksam.

Aufruf zur Impfung 

Damit will der Klinikverbund gleichzeitig Impf-Unentschlossene um Mithilfe und Entlastung durch die Impfung bitten. "Die Impfung hilft einerseits vor schweren Verläufen und andererseits hilft sie vor allem auch anderen Menschen. Denn es gibt noch weitere Notfälle - ob Herzinfarkte oder Unfälle – die immer wieder dringend einen Intensivpflegeplatz benötigen", so Wagner. Auf der Intensivstation in Kaufbeuren gibt es insgesamt 14 Betten, welche alle belegt sind. "Wir haben seit Wochen kein freies Bett. Wenn eines frei wird, ist es innerhalb von wenigen Stunden wieder belegt", so der Vorstand weiter.

"Zunehmend junge, fitte und aktive Menschen"

In den Kliniken Ostallgäu Kaufbeuren (Kaufbeuren, Buchloe, Füssen) werden Stand Freitag insgesamt 72 Corona Patienten versorgt, davon 17 auf den Intensivstationen der drei Standorte. "Alle unsere Patienten auf den Intensivstationen sind ungeimpft und müssen beatmet werden. Die Bilder die man aus dem Fernseher kennt, passieren auch hier vor Ort", erklärt Wagner. Allein im Klinikum Kaufbeuren liegen 36 Covid-Patienten auf den mittlerweile drei Isolierstationen sowie 10 weitere auf der Intensivstation. Der Unterschied auf der Intensivstation bestehe nun nicht mehr zwischen alten und jungen Patienten sondern zwischen geimpften und ungeimpften Patienten. "Wir haben zunehmend junge, fitte und aktive Menschen in kritischem Zustand, die Frage ist nur wie lange wir sie und alle anderen zukünftigen Patienten noch ausreichend versorgen können" so Wagner weiter.

SOS - Save our Souls 

Die entscheidende Botschaft, die laut Wagner transportiert werden soll ist: "Es geht im wahrsten Sinne des Wortes um SOS - Save our Souls (Rettet unsere Seelen) und jeder kann mit einer Impfung dazu einen Beitrag leisten, denn wer sich schützt, der schützt auch andere und entlastet potentiell unser Gesundheitssystem."

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