Likörb
Heinz Drott referiert in Denklingen

Wie stelle ich Likör aus den Beeren von meinem Garten her? Um diese Frage zu beantworten, ist Heinz Drott, Vorsitzender der Gartenpflegerkameradschaft, auf Einladung der Garten- und Naturfreunde nach Denklingen gekommen.

Im ersten Teil des Abends veranschaulichte er theoretisch mit Bildern die von ihm praktizierte Methode der Likörherstellung. Dass Likör aus Fruchtsaft, Zucker und Alkohol besteht, wussten bereits viele der Zuhörer.

Jedoch wie die von Drott empfohlene Gefrierentsaftung, die ergiebigste Art der Saftgewinnung, genau funktioniert, war für die meisten neu und wurde Schritt für Schritt aufgezeigt.

Um einen guten Likör herzustellen, so verriet er seinen überwiegend weiblichen Zuhörern, sollte man beim Alkohol nicht sparen und deshalb auf 'billigen Fusel' als Zusatz verzichten.

Ideal sei Weingeist (80 Prozent) aus der Apotheke. Der sei geschmacksneutral und auch bekömmlicher. Zur Verfeinerung des Fruchtgeschmacks könne man verschiedene Gewürze wie Vanille, Zimt und Nelken dazugeben.

Dabei bedürfe es jedoch etwas Fingerspitzengefühl und Erfahrung. Zur Geschmacksverstärkung sei Kaffeepulver bei bestimmten Likörsorten sein persönlicher Geheimtipp.

Mit dem Vorschlag: 'Wollen wir einen probieren?', eröffnete der Referent den zweiten Teil des Abends. Drott ließ es sich nicht nehmen, wie ein Sommelier eigenhändig seine Liköre zu kredenzen und seine 'Gäste' Glas für Glas zu Likörkennern zu schulen.

Die Denklinger sollten dabei jedes Mal raten, um welche Frucht es sich jeweils handelt. Bei der ersten war es noch relativ einfach: rote Johannisbeere. Das zweite Gläschen mit etwas dunklerem Rot schmeckte betörend fruchtig und entpuppte sich als eine Mischung aus roter und schwarzer Johannisbeere.

Nach dem dritten Glas, einem Zwetschgenlikör mit Zimtgeschmack im Abgang, spiegelte sich die Wirkung des Weingeistes schon in zunehmender Heiterkeit im Raum, zumal der Referent jede Flasche durch Nachschenken bei den Mutigen noch gänzlich leerte.

Als Zugabe gab es schließlich eine Mischung aus schwarzer Johannisbeere, Jostabeere, Holunder und Kaffee, die aber, da geschmacklich heftig, nicht allen Likörtestern mundete.

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