Wanderung
Haifischezähne im Eistobel bei Maierhöfen - Erlebnis in der Natur

«Das habe ich ja noch nie gesehen», stellt Christl Treutler fest. Seit acht Jahren lebt die Augsburgerin in Maierhöfen und ist schon unzählige Male durch den Eistobel gewandert. Doch jenes kleine Häuschen auf der anderen Seite der Argen hat sie dabei noch nicht entdeckt. «Es diente als Trafostation», erzählt Christina Rist und hat wieder einmal für eine kleine Überraschung gesorgt. Das gelingt ihr auch wenig später, als sie von Haifischzähnen berichtet, die im Bereich des Eistobels bereits gefunden wurden. Denn: «Ein Teil dieses Gebietes lag früher unter dem Meerspiegel.»

Früher Kohle abgebaut

Christina Rist bewarb sich und bekam den Job, aus dem schon schnell eine Halbtagsstelle und Rist zur Gästeamtsleiterin wurde. Das eigene Interesse an einer Fortbildung war stets groß. 2008 wurde das Gästeamt klassifiziert - << darauf bin ich stolz >> (Rist). Sie entdeckte beim Mountainbiken viele besondere Orte rund um Maierhöfen: << Das hat mir die Augen für die Schönheit unserer Heimat geöffnet. >> 2009 flatterte dann die Information über eine einjährige Ausbildung zur Gästeführerin auf ihren Tisch. Organisiert von WBF (Westallgäu-Bayerischer Bodensee Fördergesellschaft) und finanziert auch aus EU-Töpfen. Überwiegend aus dem unteren Landkreis kamen die anfangs 25 Teilnehmer, und der Wein stand deshalb im Mittelpunkt. << Das ließ mich zögern >>, so Rist.

Aber auch andere regionale Produkte und Besonderheiten der Geologie rückten bald in den Mittelpunkt. Das alles führte sie im Eistobel zusammen.

Die Nachfrage ist groß: Bis zu 20 Teilnehmer konnte sie bei ihren Touren begrüßen. Und das nicht zuletzt aufgrund von Mund-zu-Mund-Propaganda: << Ein Bekannter gab mit den Tipp >>, erzählt Otto Halder aus Heimenkirch. Seit Jahren war er nicht im Eistobel und ist jetzt ganz begeistert, ihn neu und mit anderen Augen zu entdecken. Dass hier bis in die 1950er Jahre Kohle abgebaut wurde - für ihn wie für die anderen Teilnehmer eine erstaunliche Neuigkeit. Erstmals hier sind Doris und Wolfgang Müller. Einen 14-tägigen Urlaub verbringen sie auf einem Bauernhof in Maierhöfen. << So eine Tour ist doch viel schöner, als einfach nur durchzulaufen >>, findet Doris Müller.

Der Eistobel stand ohnehin auf ihrem Programm. Dann hörten sie von der Tour mit Christina Rist.

Termine: Die << Kulinarische Erlebnisführung durch das Naturschutzgebiet Eistobel >> findet wieder statt am 31. August, 8. und 15. September, jeweils um 14.30 Uhr sowie am 10. September um 10 Uhr. Anmeldungen sind unter Telefon (08383) 98040 möglich.

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